Folgen von Bluthochdruck lebenslang vorbeugen

Hoher Blutdruck (Hypertonie) ist die Volkskrankheit schlechthin. Rund 30 Prozent aller Deutschen leiden unter dem Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Dies veröffentlichte das Robert-Koch-Institut in einer aktuellen Meldung. Laus Hochdruckliga sind es in der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen sogar drei von vier Personen, die unter der gefährlichen Hypertonie leiden. Mangelnde Bewegung, falsche Ernährung und gesundheitsschädliche Lebensgewohnheiten sind dabei die häufigsten Gefahrenquellen. Dabei kann in vielen Fällen mit einfachen Mitteln dem Bluthochdruck entgegen gewirkt und dieser im Idealfall gar vermieden werden. Ein frühzeitiges Erkennen des Bluthochdrucks ist hier von großem Vorteil.

Sensible für den eigenen Blutdruck

Trotz der hohen Betroffenheitsrate fehlt bei vielen Menschen das eigene Bewusstsein für den persönlichen Blutdruck. Dabei sind die Anzeichen wie regelmäßig dumpfer Kopfschmerzen (besonders morgens und nach Anstrengung), Schwindelgefühl, Leistungsschwäche, Herzstolpern, Schlafstörungen und Erektionsprobleme auch für Laien einfach zu erkennen. Besser frühzeitig abklären lassen, anstatt zu warten bis es zu folgeschweren Erkrankungen kommt, heißt daher die Devise. Eine Langzeit-Blutdruckmessung über 24 Stunden ist bei Verdacht daher eine hilfreiche Maßnahme, um den versteckten Bluthochdruck zu entdecken. Zudem sollten Risikofaktoren wie Übergewicht, mangelnde Bewegung, Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum, Stress, Schlafmangel und Schlafapnoe sowie blutdruckerhöhende Medikamente unter die Lupe genommen und Abhilfe geschaffen werden. Passiert dies nicht, sind schwerwiegende Herzkreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall in der Regel vorprogrammiert. Damit es erst gar nicht so weit kommt sollten Sie eine Beratung in unserer Bluthochdruck-Sprechstunde suchen. Hier legen wir großen Wert auf eine individuell ausbalancierte medikamentöse Behandlung und eine engmaschige ärztliche Betreuung. Besonders wenn trotz aller getroffenen Vorkehrungen die Blutdruckwerte nicht sinken, werden hier weitere Diagnosemethoden wie eine umfangreiche Blutuntersuchung inklusive Bestimmung des Renin-Aldosteron-Quotienten durchgeführt. So erhalten Sie Klarheit über die Ursache des hohen Drucks in den Adern. Dies können beispielsweise ein Nierenleiden oder Stoffwechselerkrankungen wie eine Überfunktion der Schilddrüse sein. Auch eine medikamentenbegleitete Therapie des Bluthochdrucks ist nur dann sicher durchzuführen, wenn das Verhältnis Wirkung/Nebenwirkung sowie das Abwägen von Schaden und Nutzen im Vordergrund steht. Dafür ist ein Arzt-Patientenverhältnis auf Augenhöhe die Grundvoraussetzung.

Bluthochdruck ganzheitlich behandeln

Es gibt aber auch eine positive Seite bei der Diagnose Bluthochdruck. Trotz seiner Gefahr für die allgemeine Gesundheit, kann der Patient bei Bluthochdruck bis zu einem gewissen Grad sein Schicksal selber in die Hand nehmen. Erster Schritt nach dem Erkennen des Problems ist die regelmäßige Selbstkontrolle des Blutdrucks. In unserer Bluthochdruck-Sprechstunde zeigen wir Ihnen, wie Sie das Messgerät richtig anwenden und welcher Wert optimal ist. Auch bleiben Sie auf dem neuesten Stand der Forschung was die optimale Höhe des Blutdrucks und die Therapie angeht. So haben Langzeitergebnisse gezeigt, dass ein Ziel-Blutdruck von 120/80 besser ist als der bisherige Grenzwert von 140/90. Je nach Lebensumstand kann aber auch ein Wert von 150/90 der richtige sein, zum Beispiel bei alten Menschen mit Sturzneigung. Auch haben sich in Studien verschiedene Vitalstoffe als effektive Blutdrucksenker erwiesen. So kann neben einer ausgewogenen Ernährung Kaliumsalz anstelle von Kochsalz verwendet werden und die Einnahme von Magnesium Bluthochdruck vermindern. Die Aminosäure Arginin hat sich zudem als natürlicher Blutdrucksenker einen Namen gemacht. Regelmäßige Aderlässe senken ebenfalls sehr effektiv und langfristig den Blutdruck. Hier den passenden Weg zu finden ist eine Beratung bei unseren Ernährungsberaterinnen sinnvoll. Dabei wird gemeinsam mit Ihnen ihr persönlicher Plan für eine blutdruckgesunde Ernährung zusammenzustellen. Für ein gesundes Leben wichtig ist ausreichend Bewegung. Dazu gehört es jedoch auf den eigenen Körper zu hören und das richtige Maß zu finden. Im Rahmen unseres Herz-Kreislauf-Gesundheitscheck ermitteln wir gerne Ihren persönlichen Fitnessstand zu ermitteln. Ein Belastungs-EKG, eine Echokardiographie, eine Pulswellenanalyse, ein Ultraschall der Bauchaorta sowie Doppleruntersuchungen der Halsgefäße gehören zur Basisdiagnostik bei Bluthochdruck. Als Faustregel gilt dabei: Regelmäßige Bewegung mit 150 Minuten (z. B. 5 x 30 Minuten) leichten bis mäßigen Sport pro Woche senkt nachweislich den Blutdruck und steigert nicht nur die Lebensqualität sondern auch die Lebenserwartung. Abschließend sollte immer auf Entspannungspausen Wert gelegt werden. Yoga, Meditation, progressive Muskelentspannung, autogenes Training, Atemtherapie, Tai-Chi, Qigong und Biofeedback entschleunigen nicht nur das Leben, sondern nehmen auch den Druck aus den Adern.

 

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Die Ein­gangs­türen sind ver­schlos­sen und wir lassen die Patien­ten nur einzeln eintreten. Jeder Patient bekommt von uns eine Mund-Nasen-Schutz­maske. Auch unsere Ärzte und Mit­arbeiter tragen bei Patien­ten­kontakt eine Schutz­maske.

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