Vitamin D nur kontrolliert ergänzen

Vitamin D ist nachweislich ein lebenswichtiger Nährstoff für den gesamten Organismus. Besonders für den Knochenstoffwechsel ist eine optimale Versorgung von30-50 µg/l des Vitamin D nötig. Ist diese nicht gewährleistet, kann es zu Störungen des Knochenstoffwechsels kommen. Osteoporose, Knocheninstabilität und Knochenbrüche sind die Folgen. Auch das Immunsystem wird durch den Vitamin D-Gehalt bestimmt, so wird erfolgreich das Vitamin D als immunregulatorische Substanz bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Hashimoto-Thyreoiditisie eingesetzt. Dabei fördert es die TH2-Zelle, eine Untergruppe der T-Helferzellen, und beeinflusst eine Autoimmunintoleranz positiv. Hinzu kommt, dass Vitamin D die körpereigene Abwehr kräftigt, Infektionen besser bekämpft werden können und die Gefahr an einer Lungenentzündung zu erkranken mindern. So ist es erwiesen, dass Patienten mit einer Vitamin D-Unterversorgung 40 Prozent häufiger an einer Lungenentzündung erkranken als jene mit einer ausreichenden Vitamin D-Versorgung.

Vitamin D auf die Dosis kommt es an

So positiv sich Vitamin D auf den Körper auswirkt, so große ist auch die Gefahr durch eine Überversorgung. Anderes als bei anderen Vitaminen wird überflüssiges Vitamin D nicht einfach ausgeschieden. Da das Vitamin die Kalziumproduktion im Körper anregt, kann es bei unkontrollierter Zufuhr, beispielsweise durch eine Nahrungsergänzung, zu einer Hyperkalzämie, einem Zuviel an Kalzium im Blut, kommen. Diese führt zu verschiedenen Stoffwechselerkrankungen mit schweren Folgen, wie gravierenden Nierenschäden bis hin zum Nierenversagen. Daher sollte im ersten Schritt eine Vitamin D-reiche Ernährung stehen und ausreichend Zeit an der frischen Luft. Denn Vitamin D gelangt über die Haut in den Körper. Die UV-Strahlen auf der Haut regen die Produktion an und sorgen dafür, dass ausreichend Kalzium und Phosphat aufgenommen werden kann. Zudem gelten Speisefische mit hohem Fettgehalt, wie Lachs, Makrele und Hering sowie Milch und Cerealien als wahre Vitamin D-Lieferanten. Bekommt der Körper von allem genug, sollte der Vitamin D-Haushalt gut versorgt sein.

Gründe für einen Vitamin D-Mangel

Doch es gibt auch Patienten, deren Versorgung mit Vitamin D gestört ist. Zum Beispiel in Folge einer chronischen Magen-Darm-Erkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Zöliakie. Beide kann die Aufnahme des Vitamin D aus dem Darm stören. Gleiches gilt für Menschen, die sich einer Operation gegen Übergewicht unterzogen. Ein wichtiger Faktor bei der Vitamin D-Aufnahme spielt die Haut. Dabei gilt, dass helle Haut besser Vitamin D aufnehmen kann als dunkle Haut. Hier beeinträchtigt der höhere Melanin-Gehalt die Aufnahme. Gleiches gilt für ältere Haut. Deshalb leiden besonders ältere Menschen häufig an Vitamin D-Mangel.
Nichts desto Trotz sollte bedenkenlos eine Nahrungsergänzung gewählt werden. Hier ist immer das Gespräch mit dem Arzt zu suchen, um die passende Maßnahme zu finden, die den Vitamin D-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringt, damit ernsthafte Folgen einer Überdosierung vermieden werden. So warnte erst kürzlich die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) vor einer solchen Überdosierung. In zwei Fällen kam es zu einem akuten Nierenversagen bei ausgeprägter Hyperkalzämie, einem Zuviel an Kalzium im Blut, das zu verschiedenen Stoffwechselerkrankungen mit schweren Folgen führt. Gleiches gilt hinsichtlich des Spagats im Umgang mit dem Aufenthalt in der Sonne. Einerseits ist der Schutz gegen Hautkrebs wichtig, andererseits muss für eine ausreichende Versorgung des Menschen mit Vitamin D die Haut täglich eine gute Dosis Tageslicht bekommen. Daher gilt für den Fall, dass eine langfristige Vitamin D-Einnahme geplant ist, dass der Vitamin D-Spiegels und des Calciumgehalts des Blutes regelmäßig kontrolliert wird. Zudem ist eine individuelle Beratung bei einer unserer Ernährungsberaterinnen sinnvoll, um eine Nahrungsergänzungs zu vermeiden.

Home Kontakt Impressum Sitemap Glossar Suche Facebook Englisch

TOP

Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Die Ein­gangs­türen sind ver­schlos­sen und wir lassen die Patien­ten nur einzeln eintreten. Jeder Patient bekommt von uns eine Mund-Nasen-Schutz­maske. Auch unsere Ärzte und Mit­arbeiter tragen bei Patien­ten­kontakt eine Schutz­maske.

Früher verein­barte Termine behalten ihre Gültig­keit und Sie brauchen sich nur zu melden, wenn Sie Infekt-Symp­tome haben oder Kontakt zu Corona-Patien­ten hatten.

Ihre Praxis­klinik für Diagnostik
Dr. Lunow & Partner

Schließen