Rückenschmerzen

nicht weniger beschwerlich und anstrengend. Meist entstehen sie durch Haltung und Art, wie man sitzt und wie lange man sitzt.

Rückenschmerzen beeinträchtigen das Leben, auch wenn sie nach einigen Wochen wieder aufhören. Doch oft bleiben sie in vielen Fällen mehrere Monate und länger.

Falsche Bewegungen führen zu Rückenschmerzen

Falsche Bewegung oder zu langes Sitzen lösen den Schmerz im oberen Rücken aus. Die Muskulatur verspannt sich, wofür Überdehnungen oder langes Sitzen verantwortlich sind. Langes Sitzen vor dem Fernseher, beim Lesen oder Basteln führt zu Haltungsschäden, schlechte Haltung beim Stehen kann zur Rückenmuskulatur-Verspannung führen. Auch bei körperlicher Arbeit oder beim Sport können sich Muskeln verspannen oder verziehen.

Wie ein dumpfer Schmerz fühlen sich Verspannungen im oberen und mittleren Rücken an. Er verläuft quer über den mittleren Rücken, oder aber wirkt wie ein tiefsitzender schmerzhafter Knoten. Manchmal strahlt der Schmerz bis in die Brust, den Bauch, die Arme oder den Nacken aus. Husten, tiefes Atmen, Drehungen des Oberkörpers oder auch Verharren in einer Position können diesen Schmerz verschlimmern.

Wenn der obere Rücken schmerzhaft verspannt ist, kann das auch die Beweglichkeit des Oberkörpers, des Nackens oder der Schulter einschränken.

Hilfe bei Rückenschmerzen

Eine frühe Diagnose und Therapie sind wichtig, und ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn die Rückenschmerzen

  • • anhalten und sich verschlimmern
  • von Fieber ohne klaren Grund oder Gewichtsverlust begleitet werden
  • nicht durch Aktivität hervorgerufen werden
  • nachts schlimmer werden
  • neu auftreten und man schon einmal an Krebs erkrankt war

In den meisten Fällen werden die Rückenschmerzen nicht durch Krebs oder andere ernste Erkrankungen verursacht, sondern eben durch schlechte Körperhaltung oder falsche Bewegungen. Dennoch sollten Sie sicherheitshalber bei ungewöhnlichen oder lang anhaltenden Rückenschmerzen einen Gesundheitscheck durchführen lassen.

Wenn aber die Rückenschmerzen folgende Symptome verursachen, ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich

  • Schwäche, Schmerzen oder Taubheit in den Armen oder Beinen,
  • Verdauungsstörungen oder Probleme, die Harnblase zu kontrollieren

Therapien gegen Rückenschmerzen für zu Hause

Schmerzen im oberen Rücken können meist schon durch sanfte nicht-invasive Maßnahmen gelindert werden. Viele davon kann man selbst durchführen. Hier sind einige Tipps:

Manuelle Therapien

haben sich gerade bei Schmerzen im oberen Rücken als sehr wirksam herausgestellt. Dazu gehören Massagen, die Mobilisierung der Wirbelsäule, die Entspannung der Muskelfaszien und andere Behandlungsformen, die mit bestimmten Techniken aktiv für mehr Entspannung sorgen oder die Muskulatur mit neuer Energie stärken. Diese Verfahren helfen dabei, Schmerzen zu reduzieren und die Mobilität zu verbessern.

• Kalte und warme Auflagen
Der erste Schmerz lässt sich gut bekämpfen, indem man Eiswürfel in ein Leinentuch wickelt oder auch Tiefgefrorenes dorthin legt, wo der Rücken am meisten wehtut. Die Kälte sollte etwa 15 Minuten einwirken, den Vorgang kann man mehrmals am Tag wiederholen.

• Massagen
Rückenschmerzen, die durch Verspannungen oder Überlastung der Muskulatur entstanden sind, lassen sich häufig durch Massagen bekämpfen. Verkrampfte Stellen werden gelöst, eine Entspannung tritt ein. Eine andere, sehr effektive Maßnahme ist einen Massage-, Tennis- oder anderen harten Ball zwischen Wand und Rücken "einzuklemmen" und dort hin und her zu rollen, um im schmerzhaften Bereich Druck auszuüben.

• Hilfsmittel
Mit fertigen Bandagen kann man die Stabilität des Rückens stärken und so die Schmerzen lindern. Auch ein spezielles Rückenkissen kann während des Sitzens oder beim Autofahren so unterstützen, dass man entspannt aufrecht sitzen kann.

Schmerzen und Verletzungen entstehen hauptsächlich durch fehlende Muskelkraft oder Muskeltonus und durch eine gestörte muskuläre Balance. Ist der obere Rücken betroffen, ist es wichtig, die Muskeln der Körpermitte, des oberen Rückens und der Rotatorenmanschette zu trainieren. Außerdem sollte die Muskulatur am Rücken, am Nacken und an der Brust sanft gedehnt werden.

Medizinische Therapien

Gut trainierte Bauch- und Rückenmuskeln sowie ein muskuläres Gleichgewicht sind sehr wichtig, um den Druck auf den oberen Rücken zu mindern und für eine gesunde Körperhaltung zu sorgen. Ein Physiotherapeuten kann eine Vielzahl von Therapien anbieten -wie Ultraschall und Elektrostimulation - , um die Schmerzen zu lindern.

Um aktiv bleiben können, sollten Schmerzmittel mit Wirkstoffen wie Acetylaminophenol (Paracetamol und andere) eingenommen. Auch ein Präparat zum Einreiben oder ein Schmerzpflaster können Rückenschmerzen lindern.

Ein Grund, zum Arzt zu gehen besteht jedoch immer dann, wenn die Schmerzen durch einen Schlag oder eine andere Verletzung verursacht wurden. Der Arzt führt verschiedene Tests durch, die Körperhaltung und die Wirbelsäule werden überprüft. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomografie(CT) oder Magnetresonanztomografie(MRT), können helfen, ernstere Ursachen für die Schmerzen auszuschließen. Eine Messung der Knochendichte gibt Auskunft darüber, ob man an einer Osteoporose leidet, die zu einer Kompressionsfraktur der Wirbel führen
kann.

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