Osteoporose kann fatale Folgen haben

Die Osteoporose, im Volksmund auch „Knochenschwund“ genannt gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Alter. Betroffen sind dabei vor allen Dingen Frauen nach den Wechseljahren. Generell haben Männer bei vergleichbaren Lebensalter ein um 50 % niedrigeres Risiko eine Knochenfraktur zu erleiden. Für eine Frau ist das Risiko eine durch Osteoporose bedingte Fraktur nach den Wechseljahren zu erleiden höher als die zusammengenommenen Risiken für Herzinfarkt, Schlaganfall und Brustkrebs. Jede zweite Frau erleidet eine durch Osteoporose bedingte Fraktur bis zu ihrem Lebensende. Die Therapiequote hat sich trotz umfangreicher Aufklärung der Bevölkerung in den letzten 2 Jahrzehnten nicht geändert, sie liegt weiter bei nur 20 %. Wie fatal die Folgen einer inadäquaten Behandlung sein können, zeigt, dass nach einer Hüftfraktur nur noch 50 % der Patienten weiterhin ein eigenständiges Leben führen können. Mit frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen kann das Fortschreiten einer Osteoporose verlangsamt werden.

Diagnose einer Osteoporose

Die Diagnose wird durch eine Knochendichtemessung mit dem DXA-Verfahren gestellt. Ab einem T-Wert von -2,5 liegt laut WHO eine Osteoporose vor. Mit dem Risikoscore der DVO (Dachverband Osteologie) wird das 10-Jahresrisiko für Wirbelsäulen- und Hüftfrakturen abgeschätzt. Wenn das Risiko einen Knochenbruch zu erleiden über 30 % beträgt, sollte eine medikamentöse Therapie begonnen werden. Ob eine Therapieindikation gegeben ist, kann mit dem entsprechenden „Treppenschema“ der DVO bestimmt werden. Inzwischen gibt es eine große Anzahl von Medikamenten, so dass die Therapie den individuellen Gegebenheiten angepasst werden kann.

Körperliche Aktivität beugt Osteoporose vor

Muskeltraining und Koordinationsübungen sind wichtig. Eine Immobilisation sollte unbedingt vermieden werden. Ausreichende Bewegung und Ausdauertraining, das mit Kraft verbunden ist, baut den Knochen wieder auf.

Kalziumreiche Ernährung

Eine kalziumreiche Ernährung schützt vor Osteoporose. Kalzium ist vor allem in Milch und Milchprodukten wie Käse und Joghurt, aber auch in grünen Blattgemüsen vorhanden. Dabei sollten Frauen die tägliche Kalziummenge ab dem 51sten Lebensjahr von 1.000 mg auf 1.200 mg erhöhen. Für Männer gilt dies ab dem 71sten Lebensjahr. Reicht die normale Ernährung dafür nicht aus, kann die Einnahme von Kalziumtabletten sinnvoll sein. Gleichzeitig sollten 800- 1.000 IE Vitamin D3 täglich eingenommen werden.
 

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