Krebs besiegen

Die 5-Jahres-Überlebensraten gelten als ein Maß für die Überlebenschancen von Krebspatient*Innen.

Maßgeblich hierbei ist die Art des Tumors, das heißt, die Überlebenschancen zum Beispiel bei bösartigen Tumoren der Lunge, Leber und Bauchspeicheldrüse liegen unter 20 Prozent. Beim Malignen Melanom der Haut, dem Hodenkrebs und dem Prostatakrebs hingegen, beträgt die Überlebenschance über 90 Prozent.

Nach dem ersten Schock

Nach dem ersten Schock einer Krebsdiagnose und den Fragen und Entscheidungen zu einer Therapie, erhalten auch Alltags-Themen eine neue Bedeutung – wie etwa Berufstätigkeit, Mobilität, Urlaub, Sexualität, Pflege oder Entspannung.

Krebspatient*Innen müssen gegen den Tumor und gleichzeitig auch gegen Beschwerden kämpfen, die durch die Erkrankung eingetreten sind. Hinzu kommen noch Belastungen und Unannehmlichkeiten durch die Behandlung und die Therapie. Das schränkt die Lebensqualität oft erheblich ein – und auch die Psyche und das Selbstwertgefühl der Betroffenen verändern sich.

Mit den faktischen Symptomen wirkungsvoll umzugehen, ist eine wesentliche Voraussetzung, sich mit den Lebensveränderungen zu „arrangieren“.

Chronische Müdigkeit

Häufigste Begleiterscheinung einer Krebserkrankung ist die chronische Müdigkeit.
Es gibt verschiedene Strategien, die Beschwerden anzugehen:

  • Die „normalen“ Tagesaktivitäten sollten in den Zeiten geplant und durchgeführt werden, in denen man üblicherweise die größte Leistungsfähigkeit hat
  • Tempo und Pausen sollten konsequent angepasst und durchgeführt werden, wenn man erschöpft ist
  • täglich moderate sportliche Betätigung
  • neue Entspannungstechniken lernen und anwenden
  • Stress reduzieren, wie und wann immer es geht
  • mit einem guten Frühstück in den Tag starten und die Energiespeicher alle drei bis vier Stunden wieder auffüllen
  • möglichst wenig fett- und zuckerreiche Nahrungsmittel zu sich nehmen
  • Alkohol und Beruhigungsmittel nach Möglichkeit meiden

Gewichtsverlust

Krebserkrankungen führen nicht selten dazu, dass die Betroffenen abnehmen und dadurch noch schwächer werden. Oft kann der Arzt herausfinden, warum man an Gewicht verliert.

Manchmal hilft es schon, einfach die Essgewohnheiten anzupassen. Vor allem kalorienreiche Getränke und Nahrungsmittel, die über den Tag verteilt in kleineren Mahlzeiten zu sich zu nehmen, ist ein erster Schritt. Die Mahlzeiten sollten reich an Eiweiß sein und viele komplexe Kohlenhydrate und Vollkornprodukte enthalten. Bei anhaltender Appetitlosigkeit kann der Arzt ein appetitanregendes Medikament verschreiben.

Wenn diese Maßnahmen erfolglos bleiben sollte man seinen Fokus ganz bewusst auf die Freude und Lust beim Essen richten und dadurch nicht mehr nur an das Körpergewicht denken.

Anzeichen für eine Infektion

Krebs und manche notwendigen Krebstherapien erhöhen das individuelle Infektionsrisiko. Je nachdem, in welcher körperlichen Verfassung man ist, gibt es Maßnahmen oder Medikamente, um Infektionen vorzubeugen oder zu behandeln. Zusätzlich ist anzuraten, dass man:

  • sich viel Ruhe gönnt, und sich gesund und ausgewogen ernährt
  • rohes Obst und Gemüse gründlich wäscht – und unter Umständen nur in gekochter Form zu sich nimmt

Schmerzen

Der Tumor selbst, wenn er im fortgeschrittenen Stadium auf Knochen, Nerven oder Organe drückt, aber auch die Krebsbehandlungen an sich, lösen häufig Schmerzen aus. Geeignete Behandlungen können diese Schmerzen oft lindern oder sogar beseitigen. Darüber hinaus gibt es effektive Schmerzmittel, vom Arzt verschrieben.

Viele Beschwerden - viele Möglichkeiten damit umzugehen

Zahlreiche Beschwerden und Komplikationen können im Verlauf einer Krebserkrankung auftreten, die zusätzlich belasten. Übelkeit während der Chemotherapie und Verstopfung durch bestimmte Schmerzmittel sind die meisten hiervon. Der Hausarzt oder ein Onkologe beraten und helfen damit umzugehen. Sie finden heraus, was Erleichterung verschafft und hilft mit den Belastungen „klar zu kommen“.

Umgang mit der Angst

Angst ist eine normale Reaktion auf die Diagnose Krebs. Krebs wird als eine Bedrohung empfunden und auf bedrohliche Situationen reagiert der Mensch mit Angst. Angst wird bei den meisten Krebspatient*Innen zum „ständigen Begleiter“

Bevorstehende medizinische Untersuchungen oder das Warten auf das Ergebnis werden oft als besonders belastend empfunden. Hinzu kommt die Frage, wie die Familie unterstützt und welche Auswirkungen die Erkrankung auf die Zukunft hat. Die Angst vor einem Rückfall kann Krebspatient*Innen - auch bei guter Prognose - ein Leben lang beeinflussen, besonders die Angst davor, sterben zu müssen.

Ein wichtiger Ratschlag für Betroffene:
Angst akzeptieren - Angst ist kein Feind, sondern eine notwendige, normale seelische Reaktion. Angst zu konkretisieren – Angst wovor – hilft leichter mit ihr umzugehen.

Auch entsteht Angst oft durch fehlende oder unzureichende Informationen. Ein Gespräch mit den behandelnden Ärzten, Ängste und Sorgen mitteilen, auch die „2te-Meinung“ schaffen häufig mehr Akzeptanz.

Unterstützung von außen

Ehepartner, Freunde und weitere vertraute Menschen können für Krebspatient*Innen eine große Hilfe sein. Die eigenen Bedürfnisse zu formulieren und Erwartungen konkret anzusprechen, hilft beiden Seiten. Andere wissen oft gar nicht, was vom Krebs Betroffene erwarten oder brauchen. Zusätzliche Kontakte auf der Krankenhaus-Station, beim Arzt, in einer Selbsthilfegruppe, in einem Internet-Forum, und vieles mehr, helfen Unsicherheiten zu minimieren.

Entspannungsübungen, wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, meditatives Tanzen, Visualisierungsübungen, können viel dazu beitragen, innere Anspannung und Angst zu reduzieren. Auch die Auseinandersetzung mit religiösen oder philosophischen Inhalten kann Halt und Orientierung geben.

Zu einem inneren Gleichgewicht findet der Mensch nur, wenn er alle Gefühle wahrnimmt und akzeptiert. Sie gehören zum Leben dazu. Niemand kann immer nur positiv denken. Wenn aber Angst und Verzweiflung kaum mehr beherrschbar erscheinen, sollte professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen wie Im­mun­globu­line und Lymphozyten-­Typisierung wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst. In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Zu Ihrer und unserer Sicherheit wird vorab ein Corona-Schnelltest durchgeführt, wodurch innerhalb weniger Minuten eine ansteckende Corona-Infektion ausgeschlossen werden kann.

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