Krampfader-Behandlung schützt vor Folgeerkrankungen

Wer unter Krampfadern bzw. Varizen leidet, betrachtet dies anfänglich oft eher als kosmetisches Problem. Sie beeinträchtigen jedoch nicht nur die Lebensqualität, sondern stellen eine ernsthafte Erkrankung dar. Ursache sind ererbte oder durch den Lebensstil erworbene Gefäßveränderungen.

Meist sind oberflächliche Venen betroffen, deren Klappen nicht mehr korrekt arbeiten. Normalerweise stellen sich die Venenklappen wie Segel auf, um einen Rückfluss des Blutes zu verhindern. Bei einer Bindegewebsschwäche oder sonstigen Veränderungen in der Gefäßwand schließen die Venenklappen nicht mehr ausreichend. Die Strömungsrichtung des Blutes kehrt sich um.

Das Blut staut sich, der Druck steigt und die Venen werden dauerhaft überdehnt. Die Folge sind sogenannte primäre Krampfadern. Der erhöhte Druck beeinträchtigt immer mehr Venenklappen, bis der Druck so hoch ist, dass Flüssigkeit in das umliegende Gewebe gepresst wird. Sichtbares Zeichen sind Ödeme in Füßen und Beinen.

Krampfadern bilden sich nicht selbstständig zurück

Krampfaderleiden (Varikosen) zählen zu den häufigsten Erkrankungen. Bis zu 50 Prozent aller Deutschen ist von einer leichten Form betroffen, bei bis zu 15 Prozent ist die Erkrankung schon fortgeschritten. Unterschiede gibt es zwischen den Geschlechtern: Frauen sind 3-mal häufiger betroffen als Männer.

„Varizen bilden sich nicht von selbst zurück. Außerdem gibt es kein Medikament gegen Krampfadern. Wer Krampfadern an den Beinen feststellt, sollte sich daher möglichst frühzeitig in Behandlung begeben“, rät Dr. Reinhold Lunow.

Der Internist und ärztliche Leiter der Praxisklinik für Diagnostik in Bornheim nahe Köln und Bonn kennt die möglichen Komplikationen und Spätfolgen: „Krampfadern erhöhen das Risiko, eine spontane und sogar lebensbedrohliche Blutung zu erleiden. Ebenso ist das Risiko für eine sogenannte Thrombophlebitis erhöht, eine Entzündung oberflächlicher Venen, in deren Folge es zu Thrombosen und damit zu Lungenembolie, Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen kann.“

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Krampfadern stellen sich meist geschlängelt oder als Knäuel unter der Hautoberfläche dar. Sie treten nicht nur in den Beinen auf. Auch am Hoden, in der Scheide, im Bereich von Magen und Speiseröhre (Ösophagusvarizen) oder als Venengeflecht um den Nabel sind Varizen möglich. Oft liegt eine Erkrankung der Leber zugrunde.

Im Gegensatz zu primären bilden sich sekundäre Krampfadern als Folge einer anderen Erkrankung aus. Zum Beispiel können durch eine Thrombose oder einen Tumor im Bauchbereich benachbarte Venen eingeengt werden. In einem solchen Fall leitet der Körper das Blut über andere Venen zum Herzen zurück. Auch dort führt zu der vermehrte Blutfluss zu einer Überdehnung der Venen.

Risikofaktoren für Krampfadern

Zu den Risikofaktoren für Krampfadern zählen:

  • ererbte Schwäche bzw. Veränderungen in der Struktur von Venenwänden und Venenklappen,
  • Lebensalter, da die Venen mit steigendem Lebensalter ihre Elastizität einbüßen,
  • Bewegungsmangel,
  • Rauchen, das die Durchblutung generell beeinträchtigt,
  • Hormone und Schwangerschaft, da das weibliche Geschlechtshormon Östrogen die Elastizität der Gefäßwände beeinträchtigt, das Schwangerschaftshormon Progesteron die Venenwände entspannt,
  • Übergewicht, wodurch der Druck auf die Beinvenen erhöht wird,
  • zu enge Kleidung und hohe Absätze, die die Arbeit der Venen behindern,
  • andere Erkrankungen wie Rechtsherzinsuffizienz, venöse Thrombose, Leberzirrhose.

So beugen Sie Varizen vor

„Umso wichtiger sind ein gesunder Lebensstil sowie Maßnahmen, die die Funktionstüchtigkeit der Venen fördern“, sagt Dr. Lunow. „Wer zum Beispiel bei der Arbeit viel steht oder sitzt, sollte unbedingt für Ausgleich sorgen, damit das Blut nicht in den Beinen versackt.“

Hier eignen sich vor allem Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking. Vorsicht ist geboten bei mancher Kraftsport-Übung oder Sportarten mit abrupten Stopp-Bewegungen wie Tennis oder Badminton – sie belasten das Venensystem zusätzlich. Ebenfalls sinnvoll sind Wechselduschen und Kaltwasseranwendungen, da sie die Blutzirkulation anregen. Vermieden werden sollten dagegen heiße Bäder und langes Sonnenbaden, denn Hitze dehnt die Venen.

Verschiedene Arten von Krampfadern lassen sich unterscheiden, die oft gleichzeitig auftreten: sogenannte Besenreiter in sehr kleinen Gefäße mit blau-rötlichen Verästelungen; retikuläre Varizen, die sich netzförmig darstellen; Seitenastvarizen an den Innenseiten von Ober- und Unterschenkel; Stammvarizen an den beiden Hauptbeinvenen mit oft fingerdicken Adern im Bereich von Ober- und Unterschenkel, Schienbein und Wade.

Anfangs machen Krampfadern kaum Beschwerden

Krampfadern zeigen sich häufig, bevor die ersten Beschwerden wie ein Schwere-, Müdigkeits- oder Spannungsgefühl in den Beinen auftritt. Legt man das Bein hoch oder bewegt es, lassen die Beschwerden meist nach. Nachts stellen sich Fuß- oder Wadenkrämpfe ein. Hinzu kommen häufig Schwellungen in den Unterschenkeln oder an den Knöcheln.

Ein brennender bis stechender Schmerz stellt sich meist mit fortschreitender Erkrankung ein. Es kommt zu bräunlichen Hautverfärbungen an den Beinen ein, die sich zudem häufig übermäßig warm anfühlen und stark jucken.

Schmerzfreie Krampfader-Diagnose in der Praxisklinik Bornheim (Köln/Bonn)

Manche Symptome wie geschwollene Beine sind sehr unspezifisch und können von anderen Erkrankungen wie einer Herzschwäche oder einer gestörten Nierenfunktion herrühren. Das macht eine genaue körperliche Untersuchung notwendig, kombiniert mit bildgebenden Verfahren.

In der Praxisklinik Bornheim nahe Köln und Bonn setzt man hierzu auf die Farbdoppler-Sonographie. „Mit dieser schmerz- und risikofreien Ultraschalluntersuchung der Beingefäße erkennen wir Gefäßveränderungen und Durchblutungsstörungen schon im Anfangsstadium“, sagt Dr. Lunow. „Je früher man die Diagnose stellen kann und mit der Behandlung beginnt, desto eher geht man Komplikationen aus dem Weg.“

Für die Behandlung von Krampfadern kommen je nach Krankheitsstadium unterschiedliche Maßnahmen infrage:

  • Bewegungstherapien, um die Wadenmuskulatur und damit den Rückfluss des Blutes zu unterstützen;
  • Kaltwasseranwendungen, um die Elastizität der Venen zu fördern;
  • Kompressionstherapien mit Kompressionsstrümpfen und/oder -verbänden, welche die Beinvenen zusammendrücken und Ödeme verringern;
  • Verödung (Sklerosierung) der betroffenen Venen;
  • Heparin-Salben, um der Blutgerinnung entgegenzuwirken und Thrombosen vorzubeugen;
  • Naturheilmittel und Medikamente zur Linderung von Beschwerden: Venentonisierende Mittel aktivieren die Venen und stärken ihre Spannkraft; Mittel zum Schutz vor Ödemen verringern die Durchlässigkeit der Venenwände;
  • Operation mit teilweiser oder vollständiger Entfernung der betroffenen Venen, etwa bei einer Varikose von Stamm- oder Seitenastvenen.

(Bild: hriana/fotolia.com)

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