Cholesterinsenker wie Statine unterstützen Therapie von Brustkrebs

Zur klassischen Behandlung bei östrogenrezeptorpositiven Frauen mit Brustkrebs gehört eine Therapie mit einem Hormonblocker wie Tamoxifen oder Letrozol. Besonders vor der Menopause (Wechseljahre) zeigt diese seit vielen Jahren große Erfolge. Nach den Wechseljahren verringert sich die gute Prognose. Nun hat eine Studie positive Ergebnisse gezeigt, wenn ältere Patientinnen mit östrogenrezeptorpositiven Burstkrebs mit Hormonblocker plus einem Cholesterinsenker wie Statine therapiert werden.

Es besteht eine Verbindung zwischen Cholesterin und Östrogene

Mediziner des Dana-Farber Cancer Institute der Harvard Medical School in Boston haben in einer langjährigen Studie mehr als 8.000 Frauen mit Mammakarzinom begleitet. Alle diese Frauen befanden sich in einem Frühstadium der Brustkrebserkrankung. Um den Zusammenhang von Cholesterin und Tumorwachstum herauszufinden, haben sie einem Teil der Frauen zusätzlich zur Antihormontherapie einen Cholesterinsenker verabreicht. Die anderen erhielten ein Placebo. In der Auswertung zeigte sich, dass die Frauen, welche dauerhaft einen niedrigen Cholesterinspiegel hatten, nach Ablauf der Studie eine signifikant bessere krankheitsfreie Überlebensrate hatten, als die Frauen mit erhöhtem Cholesterinwert. Erklären konnten sich das die Mediziner mit einem direkten Zusammenhang von Cholesterin und Hormonen. Die Veränderung des Fettstoffwechsels in der Menopause durch den natürlichen Östrogenmangel lässt bei vielen Frauen den Cholesterinwert ansteigen. Ein Problem beim Krebspatienten, da Cholesterin quasi als „Nährstoff“ für Tumorzellen wirkt. Die Folge ist eine Beeinträchtigung des Erfolgs der Antihormontherapie.

Cholesterinsenker wie Statine hemmen die Vermehrung von Krebszellen

Wird die Cholesterinproduktion durch Cholesterinsenker verlangsamt, konnte die Vermehrung der Krebszellen um bis zu 50 Prozent gesenkt werden. Der dauerhaft niedrige Cholesterinspiegel wirkte sich in den meisten Fällen positiv im Kampf gegen den Brustkrebs aus. Die besten Ergebnisse erzielten dabei Statine, so die Onkologen aus Boston. Ihre Empfehlung ist daher eine Kombinationstherapie der Hormonblocker wie Tamoxifen oder Letrozol mit einem Statin wie Simvastatin oder Atorvastatin.

Vorbeugend den Cholesterinspiegel niedrig halten

Für weniger Beschwerden in und nach den Wechseljahren und vorbeugend gegen Brustkrebs ist es empfehlenswert schon in jungen Jahren einen gesunden Lebensstil zu führen. Liegt eine Brustkrebsdiagnose vor, ist dieser sogar dringend anzuraten. Eine Ernährung, die viele ungesättigte Fette erhält, beispielsweise mit pflanzlichen Lebensmitteln und Fisch, hilft das Cholesterin unten zu halten. Ausreichend Bewegung fördert zudem die Senkung des Cholesterinspiegels, wie Studien beweisen. Eine Empfehlung, die generell für Brustkrebspatientinnen gilt, da Bewegung die Therapie positiv beeinflusst. So wird der Lymphfluss verbessert, die Muskulatur gestärkt und die körperliche Verfassung verbessert. Zudem wirkt sich moderate und regelmäßige Bewegung regulierend auf das Herz-Kreis-Laufsystem aus und fördert das allgemeine Wohlbefinden. Weitere Informationen zur Therapie bei erhöhten Cholesterin in unserer Cholesterin–Check für Privatpatienten.

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