Mit einer Patientenverfügung vorsorgen

Wie soll im Falle einer Entscheidungsunfähigkeit behandelt werden, was soll unterlassen werden? Individuelle Wünsche eines Patienten, wenn er selber nicht mehr entscheiden kann, sollten rechtzeitig geregelt werden. Dabei stellt sich die Frage des richtigen Zeitpunkts eigentlich gar nicht. Ein Unfall beispielsweise kann einen bis dahin kerngesunden Menschen zu einem Intensivpatienten machen. Wie in diesem Fall ein Behandlungsweg aussehen kann, besonders einer abseits der „Gerätemedizin“ muss vorab rechtskräftig geregelt sein. Mit einer Patientenverfügung können individuell medizinische Schritte und eine vertrauensvolle Person, welche die nötige Versorgungsvollmacht übernimmt, festgelegt und benannt werden.

Patientenverfügung konkret wie möglich formulieren

Wichtig dabei die möglichst konkrete Festlegung von persönlichen Wünschen, Werten und der Einstellung zum Leben – und vielleicht auch zum Sterben. So muss beispielsweise die Durchführung oder die Ablehnung einer künstlichen Ernährung und Flüssigkeitszufuhr festgelegt werden. Auch muss die Situation, wann ein Unterlassen oder Durchführen in Kraft tritt beschrieben werden. Nur so haben Medizinern und Angehörigen im Falle der Entscheidungsunfähigkeit eines Patienten die Möglichkeit dessen persönliche Wünsche umzusetzen. Damit diese auch vor dem Gesetz Bestand hat, sind einige wichtige Punkte zu beachten, die das Bundesjustizministerium in einer Broschüre zusammengestellt hat.

Patientenverfügung ernst nehmen

So wichtig die Patientenverfügung für den Fortbestand des eigenverantwortlichen Handels eines Menschen ist, so wenig findet sie Beachtung. Eine Untersuchung auf der Intensivstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass 51 Prozent der befragten Patienten über eine Vorsorgevollmacht und/oder eine Patientenverfügung verfügen. Von den 49 Prozent derer, die Ähnliches nicht besitzen, haben sich 39 Prozent noch nicht einmal mit dem Thema befasst. Nicht selten kommt es aus diesem Grund zu unnötigen lebensverlängernden Behandlungsschritte, oft gegen den bekannten aber nicht festgeschriebenen Wunsch des Patienten.

Zur Rechtssicherheit der Patientenverfügung Expertenrat einholen

Damit die Patientenverfügung im Ernstfall rechtskräftig ist, sind konkrete Formulierungen nötig. Diese hat das Bundesjustizministerium in einer Broschüre aufgeführt. Textbausteine, die mit Experten erarbeitet und abgestimmt wurden, können übernommen werden und erleichtern die Zusammenstellung der gewünschten Passagen. Abschließend wird dringend empfohlen, gemeinsam mit einer fachkundigen Person wie ihrem Arzt die individuelle Patientenverfügung zu beraten, um sich selbst Klarheit über das Gewollte zu verschaffen und Wertungswidersprüche zwischen einzelnen Äußerungen und Festlegungen zu vermeiden.
Die Broschüre zur Patientenverfügung ist beim Bundesjustizministerium kostenlos als PDF erhältlich unter: www.bmjv.de

Home Kontakt Impressum Sitemap Glossar Suche Facebook Englisch

TOP

Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Die Ein­gangs­türen sind ver­schlos­sen und wir lassen die Patien­ten nur einzeln eintreten. Jeder Patient bekommt von uns eine Mund-Nasen-Schutz­maske. Auch unsere Ärzte und Mit­arbeiter tragen bei Patien­ten­kontakt eine Schutz­maske.

Früher verein­barte Termine behalten ihre Gültig­keit und Sie brauchen sich nur zu melden, wenn Sie Infekt-Symp­tome haben oder Kontakt zu Corona-Patien­ten hatten.

Ihre Praxis­klinik für Diagnostik
Dr. Lunow & Partner

Schließen