Verdauungsproblemen ohne Medikamente regulieren

Keine Organe sind so unmittelbar von unserer Lebensweise betroffen wie der Magen und der Darm. Sie reagieren schnell auf Stress und ungesundes Essen. So kennt jeder Völlegefühle nach einem üppigen Mahl oder einen Reizdarm nach hektischen Tagen. Problematisch wird es, wenn der Zustand dauerhaft wird. Wenn die Ernährung durch Fett, Zucker, Alkohol, wenig Ballaststoffe und zu große Portionen bestimmt wird. Diese wirken sich nicht nur auf das Gewicht aus, sondern können langfristig schwere gesundheitliche Folgen haben. Der schnelle Gang zum Medikamentenschrank ist dabei jedoch nicht immer der richtige Weg. Eine allgemeine Umstellung des Lebensstils und der Ernährung hin zu natürliche Produkte zeigt meist bessere Erfolge.

Ein ungesunder Lebensstil beeinträchtigt die Verdauung

Nicht grundlos wurde vor kurzem in England eine Steuer auf Zucker eingeführt. Ein Bestreben, das auch viele Mediziner in Deutschland gerne umgesetzt sehen. Denn Zucker steckt in unzähligen Lebensmitteln, besonders in den Fertigprodukten und süßen Getränken. Die Hauptgefahr neben den dickmachenden Kalorien ist der Suchtfaktor des Zuckers, der schon Kinder abhängig macht. Vom morgendlichen Fertigmüsli bis hin zum abendlichen Ketchup, die süße Verführung ist in großen Mengen enthalten. Hinzukommen frittierte Leckereien, Alkohol und zu große Portionen. Wird dann auch noch an Bewegung gespart, bekommt der Verdauungstrakt Probleme und arbeitet nicht mehr richtig. Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Reizdarm und -magen sowie Verstopfungen sind die Folge. Dauert dieser Zustand länger an, kann dies zu Gallensteinen, Magengeschwüren, Darmaussackungen, Magenschleimhaut-, Blinddarm- und chronische Darmentzündungen bis hin zum Darmkrebs führen.

Mit Heilpflanzen und natürlichen Vitalstoffen zu einer gesunden Verdauung

Dabei ist es so einfach Darm und Magen in Schuss zu halten. Frisches Obst und Gemüse, am besten mehrmals am Tag, sind ein Garant für eine hohe Ballaststoffzufuhr. Dabei sollten die Nüsse nur in einer kleineren Menge von 30 bis 50 Gramm gegessen werden, da ihr natürlicher Fettanteil hoch ist. Um die Darmflora und das Darmmilieu zu regulieren und zu schonen gehören Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir, Buttermilch sowie Apfelessig, Brottrunk und Sauerkraut auf den Speiseplan. Fisch und Geflügel fördern das Wohlbefinden, da sie weniger Blähungen und Völlegefühle verursachen, ebenso wie Bitterstoffe aus Artischocken, Chicorée und Kohlgemüse. Mit Gewürzen wie Kümmel, Anis, Fenchel und Koriander stehen naturheilkundliche Gewürze zur Verfügung, die gut gegen Blähungen helfen. Gezielte Bewegungsabläufen helfen darüber hinaus Verdauungsprobleme direkt zu bekämpfen.

Gute Verdauung fördert die Gesundheit

So vorbereitet, kann der funktionierende Magen-Darm-Trakt das gesamte gesundheitliche Befinden beeinflussen. Was in der Naturheilkunde seit langem bekannt ist, beweisen zunehmend auch medizinische Studien: Der Verdauungstrakt wirkt sich auf den gesamten Organismus aus. So sind Behandlungsmethoden, die eine Verbesserung der Darmflora zum Ziel haben, bei Ekzemen, Allergien, Infektanfälligkeit und ständiger Müdigkeit üblich. Mit der richtigen Beratung und einer sanften, aber konsequenten Lebensumstellung können langfristig Beschwerden, die zu den typischen Zivilisationskrankheiten zählen gemildert oder gänzlich behoben werden.

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