Abnehmen bei Diabetes mellitus Typ 2

Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus sind besonders angesprochen, sind doch etwa 90% von ihnen übergewichtig. Schon bei einer moderaten Gewichtsabnahme von 5% des Ausgangsgewichts ist eine Verbesserung des Stoffwechsels festzustellen. Je höher die Gewichtsreduktion ist, desto positiver sind die Auswirkungen auf den Stoffwechsel.

Abnehmen kann das Leben verlängern

Eine Gewichtsabnahme wirkt sich positiv auf den Glukosestoffwechsel aus. Zahlreiche Studien belegen den Nutzen einer Gewichtsreduktion auf den Glukosestoffwechsel. Eine Gewichtsreduktion von etwa 1 kg kann schon zu einer Abnahme des Nüchternblutzuckerspiegels um etwa 5 mg/dl führen.

"Abnehmen" ist demnach vorrangiges Ziel, gerade bei Personen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht. Die Umstellung der Ernährung und eine ausreichend körperliche Aktivität sind dafür unerlässlich. Hierzu gibt es mehrere ernährungstherapeutische Ansätze, die von einer mäßig kalorienreduzierten Kost bis hin zu sehr niedrig-kalorischen Formuladiäten reichen. Vor Beginn einer Diät sollten Patienten mit Diabetes mellitus einen Gesundheitscheck machen.

Mediterrane Kost hilft Nüchternblutzucker effizient zu senken

Der Glukosestoffwechsel sowie die Insulinsensitivität werden mit einer mediterranen Kost positiv beeinflusst. Zudem lässt sich mit einer mediterranen Kostform das Körpergewicht mäßig reduzieren.

"Fett-Fallen" kennen und vermeiden

Die Auswahl von fettarmen Milchprodukten wie Käse und Joghurt, von magerem Fleisch sowie durch das Meiden von "Fett-Fallen", wie zum Beispiel Dressing, panierte und frittierte Lebensmittel, ist ein wesentlicher Schritt zu einer verbesserten Ernährung. Bei der Zubereitung von Speisen sollte auch das Frittieren oder Braten vermieden werden.

Fettreiche Lebensmittel und --- ihre Alternativen

Butter, Margarine --- Frischkäse, Quark
Bratkartoffeln, Pommes frites --- Pellkartoffeln
Schweinefleisch, Gans, Ente --- Hähnchen, Pute
Salami --- Kochschinken
Sahnetorte --- Obstkuchen
Kartoffelchips --- Salzstangen
Eiscreme --- Fruchteis

Intervallfasten

Intervallfasten oder intermittierendes Fasten stellt derzeit einen populären Ansatz zur Gewichtsreduktion dar. Es ist nicht zuletzt deshalb so beliebt, weil es nicht nur purzelnde Pfunde ohne Hunger und Jo-Jo-Effekt verspricht. Zu den in zahlreichen Ratgeberbüchern und Medienberichten propagierten Effekten gehört auch der Schutz vor Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen, Alzheimer und Krebs.

Durch eine 12- bis 14-stündige Nüchternheit lässt sich eine verstärkte Apoptose (programmierter Zelltod) von bösartigen Vorläuferzellen sowie eine gesteigerte Autophagie (Zell-Recycling) erreichen. Eine fehlregulierte oder verminderte Autophagie liegt bei vielen altersbedingten Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2, Tumorerkrankungen oder neurodegenerativen Erkrankungen vor. Zudem hat eine Harvard-Studie gezeigt, dass beim Intervallfasten die Lebensdauer der Mitochondrien (zelleigene Energie-Kraftwerke) erhöht wird.

Bei dem intermittierenden Fasten geht es insbesondere um den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme, weniger darum was und wie viel man isst. Es gibt unterschiedliche Methoden des Intervallfastens, die individuell gewählt werden können, so wie man diese am besten in seinen Lebensrhythmus "einbauen" kann.

Methode 16:8
Dabei wird 16 Stunden am Stück nichts gegessen. In den restlichen acht Stunden des Tages kann man sich wie gewohnt ernähren. In dieser Zeit empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung. Ob beim 16-Stunden-Fasten das Frühstück weggelassen wird oder das Abendessen, kann individuell entschieden werden.

Methode 18:6
Diese Methode funktioniert ähnlich wie die 16:8-Methode: 18 Stunden wird gefastet, in einem Zeitfenster von 6 Stunden darf gegessen werden. Die Fastenphase ist hier etwas länger und somit intensiver, was auch die positiven Effekte auf den Körper verstärken soll.

Methode 5:2
Fünf Tage in der Woche ernährt man sich dabei wie gewohnt, an zwei Tagen schraubt man die Kalorienzufuhr auf ein Minimum herunter. Frauen nehmen dann etwa 500 kcal, Männern 600 kcal zu sich. Die Fastentage müssen nicht aufeinander folgen und können von Woche zu Woche variieren.

In der Fastenphase wird auf jegliche Formen des Essens und Trinkens verzichtet, die mit einer Stoffwechselantwort einhergehen, denn sie können die Wirkung des Fastens beeinträchtigen. Darunter fallen auch vermeintliche Kleinigkeiten wie ein Schuss Milch oder etwas Süßstoff in den Kaffee oder Tee – die Menge ist nicht ausschlaggebend. Bei allen Methoden sind ungesüßte Getränke wie Kaffee, Tee und natürlich Wasser erlaubt.

Intervallfasten bedeutet außerdem nicht, dass in den Essensphasen maßlos geschlemmt werden kann. Es geht um den bewussten Verzicht. Eine ausgewogene Ernährung ist angesagt, fettige, zuckerreiche und stark gesalzene Speisen sind eher tabu.

Zum Einstieg ins Intervallfasten eignet sich das 16-Stunden-Fasten, da es sich gut in den Alltag integrieren lässt. Wer zum Beispiel um 12 Uhr zu Mittag isst, müsste die letzte Mahlzeit des Tages um 20 Uhr zu sich nehmen, um die 16 Stunden Fastenzeit zu garantieren.

Je nach Therapie des Typ-2-Diabetes mellitus (z. B. Sulfonylharnstoffe, Insulin) sollte dabei auf die schwankende Kohlenhydratzufuhr geachtet und gegebenenfalls die Therapie angepasst werden, um etwaige Unterzuckerungen (Hypoglykämien) zu vermeiden. Aus diesem Grunde sollte Intervallfasten bei Personen mit Diabetesmedikation unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Formuladiät

Formuladiäten, bei denen Eiweißprodukte in Form von Shakes, Riegeln oder Suppen zum Einsatz kommen werden ab einem BMI von 30 kg/m² (Fettleibigkeit) empfohlen. Ein bis zwei Hauptmahlzeiten pro Tag durch Formulaprodukte ersetzt oder eine alleinige Ernährung mit Formulaprodukten können bereits Erfolge bei der Gewichtsreduktion bewirken. Die kürzlich veröffentliche Diabetes Remission Clinical Trial (DiRECT)-Studie zeigte, dass durch eine Formuladiät der Typ- 2-Diabetes mellitus zurückgedrängt werden kann.

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Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

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