Mit Bewegung länger jung

Interessant dabei, dass der Bewegung eine größere Bedeutung zu kommt als dem Idealgewicht. Denn letztlich bedingt das eine das andere. So wertete die Studie der britischen Universität von London und Birmingham 2015 Ergebnisse diverser Tests aus, die 126 Männer und Frauen im Alter zwischen 55 und 79 Jahren, alle sehr aktiv auf dem Rennrad, unternahmen. Ziel war es dabei, Informationen über den Verlauf klassischer Altersprobleme wie Muskelkraft, Reflexe, Gedächtnisleistung, Ausdauer zu erhalten. Anschließend wurden die Ergebnisse mit denen wesentlich jüngerer Probanden gemischt und anonym und ohne Altersangabe an mehrere Ärzte weitergegeben. Das verblüffende Ergebnis: Zahlreiche Teilnehmer aus der Gruppe der Rennradfahrer zwischen 55 und 79 Jahren konnten altersmäßig nicht zugeordnet werden. Viele von ihnen wurden um die 40 Jahre eingestuft, sowohl was die Leistung des Gedächtnisses angeht, als bei den Fähigkeiten der Balance und der Reflexe. Nur die Muskelkraft und Ausdauer war leicht unter dem Wert der jüngeren Probanden.

Erhalt der Muskelkraft begünstigt den gesamtgesundheitlichen Zustand

Eine Ursache für das überraschende Ergebnis ist neben einer gesteigerten Ausdauer, vor allem die gestärkte Muskelkraft, welche sich positiv auf die Gesundheit des Körpers auswirkt. Verlieren Menschen bis zum 70sten Lebensjahr ohne Training rund 40 Prozent der Muskelmasse, kann diesem durch lebenslange Bewegung entgegengewirkt werden. Die nachweislich beste Methode um Beschwerden wie Herzkrankheit, Krebs, Diabetes, Bluthochdruck, Altersdemenz oder Cholesterinerhöhung vorzubeugen und die Abwehr zu stärken.

Bewegung wichtiger als Idealgewicht

Dabei muss es nicht gleich das Rennradfahren sein. Schon 20 Minuten schnelles Gehen am Tag, eingebaut in alltägliche Aktivtäten wie Einkaufen, oder regelmäßiges leichtes Joggen und Spazieren gehen wirken sich deutlich positiv auf die Gesundheit aus. Dies belegen weitere Studien wie die berühmte Kopenhagener Herz-Studie aus 2012 und jenes aus Cambridge in 2015, welche die Auswirkungen von Gewichtsreduzierung und Bewegung auf die Gesundheit hinterfragte. Letztlich sind es die gesundheitsfördernden Faktoren von Bewegung auf den Körper, die für das Wohlbefinden zuständig sind. So wird durch Bewegung der Blutdruck gesenkt und der Herzmuskel gestärkt, die Beweglichkeit und Knochendichte nimmt zu, der Blutzuckerspiegel sinkt, die Lungenfunktion nimmt zu und das Gewicht reduziert sich automatisch. Zudem wird das Immunsystem gestärkt, so dass Krankheiten besser entgegengewirkt werden kann. Gerade für ältere Menschen besonders wichtig sind die Förderung des Gleichgewichtssinns, der Konzentration und der nachweisliche Abbau von Stress. So können langfristig altersbedingte Stürze, aber auch eine Altersdemenz verhindert oder abgemildert werden. Ebenso wird durch Bewegung die Anfälligkeit gegenüber chronischen Erkrankungen, wie Krebs und Arthrose, um gut die Hälfte gesenkt, so eine Bostoner Harvard-Studie von 2010. Auch auf Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis wirkt sich Bewegung günstig aus.

Entscheidend ist die regelmäßige Bewegung

Herausgestellt hat sich aber auch, dass für ein fittes Leben Bewegung eine Lebenseinstellung sein muss. Zu Fuß oder mit dem Rad, anstatt mit dem Auto, die Treppe anstelle des Aufzugs, Gartenarbeit oder Gymnastikkurs entgegen Fernsehabend, das sind die Ansätze für ein gesundes, langes Leben. Darin sind sich alle Mediziner einig.

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Die Ein­gangs­türen sind ver­schlos­sen und wir lassen die Patien­ten nur einzeln eintreten. Jeder Patient bekommt von uns eine Mund-Nasen-Schutz­maske. Auch unsere Ärzte und Mit­arbeiter tragen bei Patien­ten­kontakt eine Schutz­maske.

Früher verein­barte Termine behalten ihre Gültig­keit und Sie brauchen sich nur zu melden, wenn Sie Infekt-Symp­tome haben oder Kontakt zu Corona-Patien­ten hatten.

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