Entzündung der Nasennebenhöhlen

Kleine Härchen (Zilien) kleiden die Innenseite der Nebenhöhlen aus. Sie befördern den Schleim ständig durch kleine Öffnungen (Ostien) in die Nase und in den Rachen.

Ist der Abfluss einmal blockiert, stauen sich in den Nebenhöhlen Schleim und Luft, ein Gefühl von Verstopfung entsteht. Die stehende, feuchte Umgebung einer blockierten Kieferhöhle bietet Bakterien einen den Nährboden, auf dem sich dann eine bakterielle Sinusitis entwickeln kann.

Eine Blockade der Nasennebenhöhlen und das damit verbundene Krankheitsgefühl klingen normalerweise innerhalb einer Woche wieder ab, dieser Zustand kann sich aber auch verschlimmern. Oft ist das der Beginn einer bakteriellen Infektion der Nasennebenhöhlen. Solche Sinus-Infektionen können chronisch werden und Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis) können auf unbestimmte Zeit in dem Körper schwelen.

Sinusprobleme beginnen typischerweise damit, dass das Sinusgewebe durch Reizungen oder Entzündungen in den Nebenhöhlen anschwillt. Als Folge können sich die erwähnten Ostien verengen oder verschließen, wodurch der Schleimabfluss aus den Nebenhöhlen behindert wird.

Die meisten Fälle von Sinusitis sind akut. Das bedeutet, sie kommen schnell und klingen in weniger als vier Wochen wieder ab. Meist beginnt es mit einer gewöhnlichen Erkältung. Somit hat eine Verstopfung der Nasennebenhöhlen innerhalb der ersten paar Tage des Krankheitsverlaufs häufig eine virale Ursache.

Auslöser einer Nebenhöhlenentzündung sind:

• Erkältungen können zu einer viralen Erkältung eine bakteriellen Infektion der Nasennebenhöhlen führen

• Nasale Allergien können zu wiederkehrenden, saisonalen oder chronischen Nebenhöhlenentzündungen und Schwellungen führen

• Pilzinfektionen können chronische Entzündungen entzündliche Reaktion des Körpers auf Pilzsporen verursachen

• Schadstoffe, wie Tabakrauch oder Luftverschmutzungen, können eine Nebenhöhlenentzündungen verursachen oder verschlimmern

Eine Verstopfung der Nebenhöhlen können auch verursacht werden, durch:

• Gewebewucherungen (Nasenpolypen) oder schmale Nasendurchgänge (gekrümmte Nasenscheidewand)

• Flugreisen - Höhen oder Luftdruckänderungen können einen Sinus-Hohlraum abdichten, sodass sich eine bakterielle Infektion entwickelt

• Andere Ursachen - Eine nicht allergische Rhinitis, eine eiternde Zahnentzündung, eine Unterfunktion Ihres Immunsystems, zystische Fibrose (Mukoviszidose) oder eine Anomalie der Zilien kann zu Sinusproblemen führen.

Die eindeutige Diagnose, ob eine Nasennebenhöhlenentzündung eine virale oder bakterielle Infektion zugrunde liegt, ist schwierig. Symptome wie die Verstopfung der Nase, Druckgefühl im Gesicht, Schleimabfluss, Husten, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein können sowohl bei viralen als auch bei bakteriellen Infektionen auftreten. Um andere Gründe für eine anhaltende Infektion auszuschließen empfiehlt sich ein Gesundheitscheck.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei einer aktuellen Nasennebenhöhlenentzündung um eine bakterielle Sinus-Infektion handelt, ist bei folgenden Anzeichen erhöht:

Anhaltende Symptome, die über sieben Tage oder länger bestehen

Dicker, gelber oder grünlicher Schleim im Nasen- oder Rachenraum

Gesichtsschmerzen oder Berührungsempfindlichkeit im Bereich der Nebenhöhlen, insbesondere auf einer Seite des Gesichts

Schmerzen in den oberen Zähnen, besonders wenn eine Seite des Mundes stärker betroffen ist

Der Körper kann eine bakterielle Nasennebenhöhlenentzündung in der Regel aus eigener Kraft abwehren

In über 70% der Fälle, klingen die Symptome einer akuten bakteriellen Sinus Infektion innerhalb von zwei Wochen ohne Einnahme von Antibiotika ab. Gegebenenfalls kann der Arzt Antibiotika verschreiben, um die Bakterien abzutöten.

Über 85% der Patienten, die gegen eine bakterielle Infektion Antibiotika einnehmen, sind · innerhalb von zwei Wochen beschwerdefrei.

Wenn die Beschwerden einer Nasennebenhöhlenentzündung weiterhin andauern

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung kann trotz Behandlung fortbestehen, innerhalb von ein oder zwei Wochen nach der Behandlung wieder aufflammen oder sogar mehrere Male pro Jahr auftreten.

Darüber hinaus kann sich eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung mit einer Dauer von 12 Wochen oder länger entwickeln. Die chronische Sinusitis steht oft im Zusammenhang mit einer Überreaktion des Immunsystems auf einen Reizstoff in der Umgebung wie zum Beispiel Staub, Pollen oder Pilze. Die Reizung selbst verursacht keine Infektion, aber akute bakterielle Infektionen können sich innerhalb der geschwollenen Nebenhöhlen entwickeln.

Die Behandlung hängt von der Diagnose ab. Eine hartnäckige akute bakterielle Infektion kann durch ein Antibiotikum bekämpft werden. Auch der kurzfristige Einsatz von oralen Kortikosteroiden kann eine Entzündung beruhigen oder dazu beitragen, einen Polypen abschwellen zu lassen.

In diesen Fällen einer Nasennebenhöhlenentzündung wird ärztliche Hilfe gebraucht:

Wenn die Sinusitis sieben bis 10 Tage andauert, wenn Symptome wie starke Schmerzen, hohes Fieber, Doppelbilder oder verschwommenes Sehen auftreten, ist ärztliche Hilfe notwendig.

So fühlt man sich bei Nasennebenhöhlenentzündungen schnell besser

Egal, ob eine akute Sinusitis durch eine virale oder bakterielle Infektion verursacht wird, gibt es Möglichkeiten, die Symptome entscheidend zu lindern:

• warme Kompressen auf dem Gesicht oder das Einatmen von Dampf aus einem Topf mit heißem Wasser oder eine warme Dusche

• rezeptfreie Schmerzmittel wie Paracetamol (Tylenol, u.a.)

• kurzfristiger Einsatz rezeptfreier Nasensprays oder oral eingenommener abschwellender Mittel

• Nasenspülungen können die Symptome lindern

• verschreibungspflichtige kortisonhaltige Nasensprays können in bestimmten Fällen die Heilung beschleunigen

• Trinken von viel Flüssigkeit, um den Schleim zu verdünnen

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