Bewegung ist beste Therapie bei Herzkrankheit

30 Jahre beobachteten Mediziner der Universität Trondheim mehr als 3.000 Patienten mit einer koronalen Herzkrankheit (KHK). Sie wollten ermitteln, ob es Zusammenhänge zwischen einem veränderten Body-Mass-Index (BMI) und einer erhöhten körperlichen Bewegung in der Behandlung einer KHK inklusive eines damit verbunden Sterberisikos gibt. Das Ergebnis überraschte dann nicht nur die Mediziner. Wird eine gesunde Ernährung und ein Idealgewicht als wichtigste Präventionsmaßnahme gepriesen, ist es vielmehr ein hohes Maß an ausdauernder Bewegung, die einen Herztod vorbeugt. 

Mehr Sauerstoff im Blut durch Bewegung

Gesunde Ernährung, Idealgewicht und ausreichend Bewegung gehören zu den wichtigsten Schritten, um eine in den Griff zu bekommen. Neueste Studienergebnisse haben nun gezeigt, dass vor allem ein sportlich aktives Leben vor einem Herztod schützt. Der Gewichtsverlust ist demnach eher zweitrangig. Ursache dafür war der Sauerstoff, der bei Ausdauersport vermehrt durch die Adern gepumpt wird. Das Blut fließt kräftiger und öffnet verengte Blutgefäße, so können Herzinfarkt, Herzinsuffizienz und Schlaganfall vorgebeugt werden. Wer nur an Gewicht verliert, muss jedoch erst einmal mit der Gefahr der verengten Adern weiterleben. Darüber hinaus zeigte die Studie, dass Normalgewichtige Menschen durch einen sinkenden BMI innerhalb der ersten drei Jahre sogar ein größeres Sterblichkeitsrisiko haben. Die Beobachtung von adipösen KHK-Patienten (BMI größer als 25) zeigte hingegen keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen BMI und Sterblichkeit.

Aktive Herzpatienten leben länger

Zu einem anderen Ergebnis kam die Auswertung der Daten nach der Bewegungstherapie der KHK-Patienten. Egal ob Normalgewichtig oder adipös, die Werte wurden nach einem regelmäßigen Ausdauertraining besser. Egal, ob flottes Gehen, Radfahren, Walken, Joggen oder Schwimmen, auf die Bewegung kam es an. Ein reines Krafttraining oder Entspannungseinheiten wie Yoga und Tai-Chi sind für die Herzkreislaufgesundheit primär unerheblich. Diese sind ergänzend zu empfehlen, helfen aber nicht die Durchblutung im erforderlichen Maße zu verbessern. Damit ein größtmöglicher Erfolg erzielt wird, empfiehlt die Deutsche Herzstiftung vier bis fünf Einheiten die Woche. Diese sollten mindestens je 30 Minuten bei mäßiger Ausdauerbelastung dauern oder 20 Minuten bei sehr anstrengender Bewegung. Denn laut Studie hatten die Patienten, die sehr aktiv waren ihr Sterblichkeitsrisiko gegenüber nichtaktiven Patienten um 36 Prozent verbesserten. Die Teilnehmer, die unter ihrer Leistungsgrenze blieben, senkten das Risiko um 20 Prozent. Nur bei Patienten mit geringer Aktivität gab es keine Verbesserung für den Therapieverlauf.

Vor dem Start eines Ausdauertrainings zum Gesundheitscheck

Allen Teilnehmer, die untrainiert in ein Ausdauertraining starten, raten wir dringend zu einer ärztlichen Untersuchung. Dabei wird das gesamte Herzkreislaufsystem auf Belastbarkeit geprüft und für den Start eine gesunde Dosis empfohlen. Danach kann mit dem Training begonnen werden. Eine verbesserte Leistungsfähigkeit, ein stärkerer Herzmuskel, der Abbau von Übergewicht und die Regulierung von Blutfettwerte sowie Blutdruck sind nachweislich die beste Therapie und Prävention bei einer koronalen Herzkrankheit.

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Die Ein­gangs­türen sind ver­schlos­sen und wir lassen die Patien­ten nur einzeln eintreten. Jeder Patient bekommt von uns eine Mund-Nasen-Schutz­maske. Auch unsere Ärzte und Mit­arbeiter tragen bei Patien­ten­kontakt eine Schutz­maske.

Früher verein­barte Termine behalten ihre Gültig­keit und Sie brauchen sich nur zu melden, wenn Sie Infekt-Symp­tome haben oder Kontakt zu Corona-Patien­ten hatten.

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