Ballaststoffreiche Ernährung als ersten Therapieschritt bei Divertikulitis

Waren Divertikel, also Ausbuchtungen in der Wand des unteren Darmbereichs, bis vor wenigen Jahren ein Problem der über 65jährigen, sind heute zunehmend auch junge Menschen davon betroffen. Grund ist meist eine über die Jahre hindurch zu fett- und zuckerhaltige Ernährung sowie mangelnde Bewegung. So hat sich die Divertikulitis in den Industrienationen als klassische Zivilisationskrankheit breitgemacht. Starke Schmerzen im Bauch sowie Verdauungsprobleme sind dabei die häufigsten Symptome. Gefährlich wird die Divertikulitis, wenn eine Entzündung hinzukommt.

Seit den 2000er Jahren zunehmend junge Menschen von Divertikulitis betroffen

Auffallend ist dabei, dass vor 1900 die Ausstülpungen im Darm unbekannt waren. Hundert Jahre später jedoch ist die Divertikulitis bis in die Altersgruppe ab 18 Jahre angekommen. So zeigen Untersuchungen, dass im Jahr 2007 rund 26 Prozent aller Divertikulitis-Patienten jünger als 50 Jahre waren. Die Ausbuchtungen treten vor allen an der besonders dünnen und empfindlichen Stelle des Darms vor dem Rektum auf. Hier liegen die Blutgefäße direkt unter der Darmwand, um für eine optimale Durchblutung zu sorgen. Diese ist für die Verdauung gut und notwendig, macht aber den Darm dort auch zur „Schwachstelle“. Erschlafft der Darm entweder durch Alter oder falsche Ernährung, entstehen sackförmige Ausbuchtungen. Diese sind zu Beginn noch klein und in der Regel nicht bemerkbar. Werden diese größer, verhindern sie eine optimale Entleerung des Darms, da Reste in den Divertikeln hängen bleiben. Entzündungen können die Folge sein, Abszesse entstehen, die Darmwand kann perforieren und das Bauchfell kann sich entzünden. Dann wirken sich die Schmerzen auf den gesamten Darm aus und im schlimmsten Fall muss operiert werden. Dabei wird da betroffenen Darmstück entfernt und die beiden verbleibenden Enden miteinander verbunden.

Ballaststoffe helfen dauerhaft

Bei 75 Prozent aller Divertikel-Patienten sind die Ausbuchtungen jedoch relativ klein. Kommt es dennoch zu einer Entzündung, hilft im ersten Schritt ein Antibiotikum. Um den Stau in den Divertikeltaschen zu beheben, eignet sich auch eine vorübergehende Umstellung auf flüssige Ernährung. Anschließend sollte auf eine ballaststoffeiche Ernährung geachtet werden. Diese ist förderlich für eine gute Verdauung, so dass erst gar kein Stau in den Divertikeln entsteht. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass nicht von jetzt auf gleich der Körper mit großen Mengen Ballaststoffen überfrachtet wird, da sich die Verdauung erst umstellen muss. Daher raten wir im Rahmen einer Ernährungsberatung herauszufinden welche Lebensmittel und Mengen im individuellen Fall sinnvoll ist. So wird die Menge der Ballaststoffe schrittweise erhöht, damit sich die Verdauung daran gewöhnt. So gehören Bohnen, Nüsse, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte auf den Speiseplan. Dabei gilt zu beachten, dass Frauen ab dem 51sten Lebensjahr mit 21 Gramm Ballaststoffen gut beraten sind und Männer im gleichen Alter mit 30 Gramm. Auch sind Heilpflanzen wie Flohsamen eine gute Lösung für eine bessere Verdauung. Hinzu kommt, dass rund 30 Minuten moderate Bewegung am Tag hilft, eine fortschreitende Divertikulose zu bremsen und bei einer Divertikulitis Schmerzschübe vorzubeugen.

 

Home Kontakt Impressum Sitemap Glossar Suche Facebook Englisch

TOP

Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

In unserem Check-Up-Zentrum haben Patien­ten mit Infekten keinen Zu­tritt. Die Ein­gangs­türen sind ver­schlos­sen und wir lassen die Patien­ten nur einzeln eintreten. Jeder Patient bekommt von uns eine Mund-Nasen-Schutz­maske. Auch unsere Ärzte und Mit­arbeiter tragen bei Patien­ten­kontakt eine Schutz­maske.

Früher verein­barte Termine behalten ihre Gültig­keit und Sie brauchen sich nur zu melden, wenn Sie Infekt-Symp­tome haben oder Kontakt zu Corona-Patien­ten hatten.

Ihre Praxis­klinik für Diagnostik
Dr. Lunow & Partner

Schließen