Impfung schützt vor Gürtelrose

Impfung schützt vor Gürtelrose

Die oft über Jahre oder Jahrzehnte anhaltende Schmerzen verursachen nicht selten Depression, Gewichtsverlust und Schlaflosigkeit.

Gürtelrose ist eine Folgeerkrankung von Windpocken

Gürtelrose beginnt in der Regel mit Schmerzen, Juckreiz oder Kribbeln in einem Bereich, in dem sich dann innerhalb weniger Tage der Ausschlag entwickelt. Auslöser für die Gürtelrose sind  Windpocken in der Kindheit. Das Virus schlummert inaktiv in Ihren Nervenzellen und kann erst Jahre später dazu führen, dass Faktoren wie Alter, Krankheit oder Stress dazu führen, dass das ruhende Virus reaktiviert wird und sich eine Gürtelrose entwickelt.

Bei der Gürtelrose wandert das Virus entlang der Nervenfasern, die bis zu Ihrer Haut reichen. Dort führt das Virus schließlich zu Bläschenbildung und Schmerzen. Entlang des Weges des Virus befinden sich in der Regel Anzeichen von Ausschlag und Blasen.

Am häufigsten tritt die Gürtelrose in Form eines Bandes aus Ausschlag und Blasen rund um den Rumpf auf - gewöhnlich jedoch nur an einer Körperseite. Es können aber auch Gesicht, Arme und Beine betroffen sein. Dabei werden Nervenfasern beschädigt, was dazu führt, dass die Botschaften der Haut zum Gehirn gestört werden. Das erzeugt die chronischen Schmerzen einer postzosterischen Neuralgie, die oft sogar Jahre anhält, obwohl Hautausschlag und Bläschen aufgrund der Gürtelrose längst verschwunden sind.

Die Anzeichen und Symptome einer postzosterischen Neuralgie treten in der Regel im gleichen Bereich auf wie die Gürtelrose. Einige Menschen beschreiben den Schmerz als brennend, scharf, tief oder quälend. Hinzu kommt eine Überempfindlichkeit gegenüber leichter Berührung - sogar der Kontakt von Kleidung auf den betroffenen Hautstellen kann als extrem empfunden werden. Juckreiz oder ein Gefühl von Taubheit kommen mitunter hinzu.

Der Postzosterschmerz lässt sich nicht heilen, es gibt jedoch Behandlungsmöglichkeiten, um diese Beschwerden zu lindern. Um Schmerzen und Beschwerden zu lindern, müssen häufig verschiedene Therapien kombiniert werden

Vorbeugung gegen Gürtelrose durch Impfung

Um die lang anhaltenden Schmerzen einer postzosterischen Neuralgie zu vermeiden, sollten vorbeugende Maßnahmen gegen die Entwicklung einer Gürtelrose getroffen werden.

Sobald die ersten Anzeichen einer Gürtelrose auftreten, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Denn es ist wichtig, frühzeitig mit einer antiviralen Behandlung zu beginnen. Das Risiko einer postzosterischen Neuralgie kann um die Hälfte gesenkt werden, wenn innerhalb von 72 Stunden nach dem Auftreten des Ausschlags entsprechende Medikamente eingenommen werden.

Gegen Gürtelrose gibt es mittlerweile einen Impfstoff namens Shingrix. Der Impfstoff reduziert bei älteren Menschen nicht nur das Risiko eines Ausbruchs von Gürtelrose um die Hälfte, sondern mindert auch das Risiko eines Postzosterschmerzes um mehr als 90%.

Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte der Menschen ab dem Alter von 60 Jahren einen Postzosterschmerz entwickeln.  In den USA empfehlen die zuständigen Gesundheitsbehörden (The Centers for Disease Control and Prevention) Menschen über 60 Jahre, sich impfen zu lassen, und zwar unabhängig davon, ob früher eine Gürtelrose aufgetreten ist oder nicht.

Die ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Institut empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose allen Personen ab 60 Jahren sowie für Patienten mit abgeschwächtem Immunsystem durch chronische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus oder chronische Lungenerkrankungen.

Wir empfehlen vor der Impfung gegen Gürtelrose einen kompletten Gesundheitscheck.

 

Die Privaten Krankenversicherungen haben die Kosten für die Impfung gegen Gürtelrose seit Anfang 2019 übernommen. Seit 1. Mai 2019 ist die Impfung auch im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen enthalten.

Aktuelle Informationen vom Robert-Koch-Institut zur Gürtelrose-Impfung  

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

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