Aortenaneurysma- Riss ist meist tödlich

Auf Warnzeichen des Aortenaneurysmas achten

Ein Aortenaneurysma tritt auf, wenn ein oder mehrere Bereiche der Aorten-Wand schwach sind oder beschädigt werden. Der Druck des durch diesen Bereich fließenden Blutes kann mit der Zeit bewirken, dass sich die betroffene Stelle ausweitet oder eine Aussackung entsteht. Am häufigsten treten solche Aneurysmen im Bauchraum auf (Bauch-Aortenaneurysma), sie können sich aber auch im Brustbereich entwickeln (Brust-Aortenaneurysma).

Meist wird das Aortenaneurysma nur überwacht

Kleine, langsam wachsende Aneurysmen werden häufig nur zufällig entdeckt, zum Beispiel bei einer eine Röntgen-, Ultraschall- oder Computertomographie (CT) des Brust- oder Bauchbereichs.

Ein kleines Aortenaneurysma unter einem Durchmesser von 4 cm und gleichzeitig vorliegenden geringen Wachstum von bis zu 2 % pro Jahr hat in der Regel nur ein geringes Risiko zu platzen.
Hier empfiehlt sich ein "kontrollierte Abwarten". Dabei werden die Größe und das Wachstum des Aortenaneurysmas in regelmäßigen Abständen (mindestens einmal pro Jahr) mit Ultraschall überwacht. Wir empfehlen diese Untersuchung im Rahmen eines kompletten Gesundheitscheck  durchführen zu lassen.

Aortenaneurysma-Operation

Jedes Aortenaneurysma kann reißen oder platzen, wodurch große Mengen an Blut in den Körper gelangen. Die Ruptur eines Aortenaneurysmas erfordert eine umgehende Notfallversorgung.

Bauchaortenaneurysmen sollten ab einer Größe von etwa 5,5 cm bei Männern oder 5 cm bei Frauen operiert werden. In vielen Fällen ermöglicht die neuere Technologie heute ein Verfahren, das als endovaskuläre arterielle Reparatur (EVAR) bekannt ist. Dabei führen die Operateure einen Katheter und eine Gefäßprothese (Stent) plus Prothese über eine Beinarterie bis in das Aortenaneurysma. Ein Ballon dehnt den Metallstent in der Prothese aus, sodass das Blut an der Aussackung des Aneurysmas vorbei durch die Prothese fließt.

Die endovaskuläre Chirurgie birgt ein geringeres Komplikationsrisiko als die offene Chirurgie, und oft muss man nur ein oder zwei Tage im Krankenhaus bleiben.

Risikofaktoren für ein Aortenaneurysma, die nicht zu beeinflussen sind.

Über 60-Jährige und Männer entwickeln häufiger ein Aortenaneurysma. Auch, wenn Aortenaneurysmen in einer Familie vorkommen, sind die übrigen Familienmitglieder ebenfalls gefährdet. Ebenso angeborene Bindegewebsstörungen steigern das Risiko für ein Brust-Aortenaneurysma.

Bestimmte Risikofaktoren für ein Aortenaneurysma lassen sich reduzieren.

Zu diesen Risikofaktoren zählen:
Bluthochdruck kann mit der Zeit die Gefäßwände der Arterien schwächen
Rauchen schwächt und schädigt die Innenhaut der Arterien
Erhöhter Cholesterinspiegel oder Arteriosklerose bewirken Plaques und Verhärtungen der Arterien und beeinträchtigen so die Festigkeit der Aortenwand.

Auf Warnzeichen des Aortenaneurysmas achten

Ein Riss des Aortenaneurysmas macht sich meistens durch plötzliche Rücken- oder Bauchschmerzen bemerkbar, die oft in die Leiste und in die Beine ausstrahlen. Atemschwierigkeiten, ein plötzliches Schwächegefühl auf einer Körperseite oder feuchte, blasse Haut sowie Ohnmacht sind weitere Warnzeichen.

Bei derartigen Beschwerden sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Einen Riss des Aortenaneurysmas überleben die meisten Patienten nur durch eine Notoperation. Je früher ein solcher Eingriff durchgeführt wird, desto größer sind die Überlebenschancen.

 

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Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

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