Große Hoffnung auf Migräne-Impfung

Dabei ist die Migräne der chronische Schmerz unserer Zivilgesellschaft überhaupt. Rund 8 % der Männer und 15 % der Frauen sind weltweit davon betroffen. Letztere vor allem zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr, hier ist die Zahl gegenüber männlichen Patienten doppelt so hoch. Allen Patienten gleich sind die Symptome wie regelmäßige starke pulsierende Kopfschmerzen, meist begleitet von Übelkeit oder Erbrechen sowie in vielen Fällen einhergehend mit einer starken Lichtempfindlichkeit. Eine massive Beeinträchtigung des Alltags ist in den meisten Fällen die Regel. Darüber hinaus ist erwiesen, dass Migräne mehr als bloßer Kopfschmerz ist. Obwohl die genauen Ursachen der Migräne nicht geklärt sind, zeigen die in Studien gesammelten Daten, dass es sich bei der Migräne um eine Reizung der Blutgefäße im Gehirn handelt, welche die Gefäßwände durchlässig macht und zu einer Entzündung des durchbluteten Nervengewebes führt. Ausgelöst werden kann diese durch verschiedene Einflüsse wie Licht, Lärm, Stress, Nahrungs- und Genussmittel, Wetterumschwünge, Flüssigkeitsmangel, Schlafmangel. Dabei muss immer zwischen einer Migräne ohne Aura und einer Migräne mit Aura, die zu neurologischen Störungen wie Taubheitsgefühl einhergeht und ein erhöhtes Schlaganfallrisiko birgt, unterschieden werden. Im letzten Fall ist eine Ultraschalluntersuchung der Gefäße dringend zu empfehlen.

Migräne ist mehr als Kopfschmerz

So schmerzhaft, immer wiederkehrend und schwierig zu therapieren eine Migräne ist, es gibt Methoden dem starken Kopfschmerz die Stirn zu bieten. Zum einen stehen sogenannte Triptane wie z. B. Sumatritan oder das besonders stark wirksame Eletriptan zur Behandlung zur Verfügung. Sie hemmen die verstärkte Serotonin-Ausschüttung, die für die Reizung im Gehirn verantwortlich ist. Eine erfolgreiche Maßnahme in der Akutbehandlung von Migräne, wie sie auch von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft (DMKG) in den aktuellen Richtlinien zur Versorgung von Migränepatienten empfohlen. Aufgrund der Gefahr von gravierender Nebenwirkungen, sollte der Einsatz bedacht und unter ärztlicher Kontrolle geschehen. Alternativ wirken in ausreichend hoher Dosis auch Schmerzmittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen, aber auch Naproxen und Metamizol, um gegen die akute Migräne vorgegangen werden. Doch auch dies nicht ohne Folge, kann der Magen bei zu langem und häufigen Einsatz sensibel auf die Inhaltsstoffe reagieren. Daher ist es immer ratsam, die Akuttherapie eines Migräneanfalls durch nicht-medikamentöse Maßnahmen zu ergänzen. Bewährt hat sich dabei das Hinlegen und Abschirmen von Außenreizen und das Kühlen von Nacken und Stirn. Zudem gibt es Wege der Migräne prophylaktische entgegen zu wirken, wie mit Metoprolol, Flunarazin, Amitryptilin, Topiramat, Valproinsäure und anderen Medikamenten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Erfolge sich meist erst nach 6-8 Wochen zeigen. Ebenso sind Heilkräuter wie Pestwurz und Mutterkraut sowie Magnesium, Vitamin B2 und Koenzym Q10 wirksame Mittel in der vorbeugenden Therapie sowie eine gesundheitsförderliche Veränderungen in den Lebensgewohnheiten. Dazu gehört eine Optimierung des Schlafverhaltens unbedingt dazu. Nicht selten können die Migräneanfälle durch eine Behandlung eines erhöhten Blutdrucks verhindert werden. Auch spezielle Entspannungsverfahren wie Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobson oder Autogene Training (AT) nach Schultz haben Erfolge gezeigt.

Impfen gegen Migräne

Große Hoffnung wird in der Entwicklung der sogenannten Migräne-Impfung gesetzt. Das CGRP (calcitonin gene related peptide) ist das Schlüsselenzym bei der Entstehung von Migräne. In großen Studien wird die Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit von Antikörpern gegen CGRP untersucht. So ist es nicht unwahrscheinlich, dass es bald eine Migräneprophylaxe mit Spritzen geben wird. Die sogenannten CGRP-Antagonisten werden dabei in Abständen von 4-12 Wochen gespritzt. Mit einer Zulassung dieser neuen Therapie ist Ende 2018 zu rechnen.

 

 

 

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

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