Gürtelrose: Besonders betroffen sind Menschen ab 50

Grund dafür ist die Besonderheit, dass sich der Windpockenvirus nach überstandener Erkrankung im Körper bleibt. Er schlummert dann in den Nervenwurzeln nahe des Rückenmarks und des Gehirns. Hier kann er ausbrechen, wenn beispielsweise die Stärke des Immunsystems nachlässt. Dies ist besonders bei Menschen ab 50 Jahren der Fall. Brechen die schlummernden Windpockenviren aus, bilden sie einen äußerst schmerzhafte, bläschenbildende Hautausschlag. Dieser zeigt sich auf dem Hautareal entlang einer Nervenbahn (Dermatom) und tritt meist mit einer gleichzeitigen Verschlechterung des Allgemeinzustandes auf. Grippeähnliche Symptome wie Schlappheit, Fieber und Kopfschmerzen gehen. Wellenartige Schmerzen entlang der Nervenbahn können bevor erste Hautreaktionen zu erkennen sind die Gürtelrose ankündigen. Zudem werden häufig ein Jucken und Pochen der Haut und eine starke Überempfindlichkeit gespürt.

Eine antivirale Therapie kann die Symptome der Gürtelrose mildern

Wer in diesem frühen Stadium, idealerweise innerhalb der ersten 72 Stunden nach Auftreten, mit einer antiviralen Therapie beginnt, kann die Dauer der Erkrankung abkürzen und Schmerzen mindern. In der Regel bildet sich auch ohne diese Therapie die Gürtelrose innerhalb von zwei bis vier Wochen zurück. In dieser Zeit können sich Menschen - insbesondere kleine Kinder-, die noch keine Windpocken hatten, durch Kontakt mit den Hautbläschen anstecken. Sie bekommen dann aber Windpocken und keine - wie man es erwarten würde - Gürtelrose, denn die Gürtelrose selber kann nicht weiter gegeben werden. Es ist auf jeden Fall ratsam bei Verdacht auf Gürtelrose sofort einen Arzt aufzusuchen. Gefährlich wird es jedoch, wenn die Gürtelrose chronisch wird. Besonders Menschen über 60 oder Patienten mit geschwächtem Immunsystem sind für diese sogenannte Post-Zoster-Neuralgie anfällig.

Jahrelange Schmerzen als Folge einer Gürtelrose vermeiden

Ursache für die anhaltenden Schmerzen in Folge einer Gürtelrose sind die stark geschädigten Nervenbahnen. Alleine mit einer frühzeitigen antiviralen Behandlung können die Folgen der Neuralgie wie Sehverlust, Hör- und Gleichgewichtsstörungen, Infektionen und hartnäckigen Schmerzen vermindert werden. Eine Alternative ist zudem eine Impfung gegen Herpes zoster mit dem Lebendwirkstoff Zostavax®. Ab dem 50sten Lebensjahr macht eine solche Impfung Sinn. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie schon einmal eine Gürtelrose hatten, da durch die Impfung auch das Risiko für eine erneute Gürtelrose reduziert wird. Sind Sie einmal geimpft worden, sinkt die Wahrscheinlichkeit an einer Gürtelrose zu erkranken auf 50 Prozent. Außerdem fallen, sollte es doch zu einem Ausbruch kommen, die Symptome schwächer aus. Zudem sinkt durch die Impfung das Risiko für jahrelang anhaltende Schmerzen durch eine Post-Zoster-Neuralgie um fast 60 Prozent. Allerdings zählt diese bisher nicht zu den Pflichtleistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Generell gilt auch hier, vor der Entscheidung zur Impfung auf jeden Fall den ärztlichen Rat einholen, um das Für und Wider einer Impfung gegen Gürtelrose individuell abzuwägen.

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Gesund­heits­check in Zeiten des Coron­avirus

Bin ich ein Risiko­patient? Ist mein Immun­system intakt?

Die Sterblich­keits­rate bei einer Infektion mit dem Corona­virus ist vor allen Dingen vom Alter abhängig, aber auch jüngere sind gefähr­det, wenn sie nicht aus­reichend behandelte Vor­erkran­kungen oder ein schwaches Immun­system haben.

Wir können im Rahmen des Gesund­heits­check mit einem Anti­körper­test über­prüfen, ob Sie bereits eine unbemerkte Infektion durch­gemacht haben und deshalb immun gegen das Corona­virus sind.

Durch ver­schie­dene Blut­unter­suchun­gen (Im­mun­globu­line, Impf­titer und Lymphozyten-­Typisierung) wird Ihr Immunsystem bei Verdacht auf eventuelle Abwehrschwächen getestet.

Zu den Corona-Risiko­grup­pen gehören nicht nur Patienten, die älter als 60 Jahre sind, sondern auch diejenigen, die an Herz-, Lungen-, Nieren- oder Leber­erkran­kungen leiden. Wenn ein Blut­hoch­druck oder ein Diabetes mellitus schlecht eingestellt sind, besteht ebenfalls ein hohes Risiko. Sollten mehrere Risiko­faktoren gleich­zeitig vorliegen, potenziert sich das Risiko.

Damit Sie während des Aufenthaltes bei uns vor einer Infektion geschützt sind, haben wir umfang­reiche Hygiene­maß­nah­men ver­anlasst.

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