Diätpräparat erfolgreich unter ärztlicher Begleitung getestet

Ursprünglich zur die Therapie von Opioid- und Alkoholabhängigkeit sowie der Rauchentwöhnung entwickelt, wurde Mysimba®, ein Präparat aus den Wirkstoffen Naltrexon (8 mg) und Bupropion (90 mg), im Februar 2018 auch als Diätpräparat zugelassen. Grundlage dafür waren die Ergebnisse eine Studie an 4.500 adipösen Patienten mit einem Body Mass Index (BMI) die 30, die große Erfolge in der Gewichtsreduktion gezeigt haben. Die durch Mysimba® herbeigeführte Beeinflussung zweier Schlüsselbereiche im Gehirn, manipuliert das Belohnungszentrum und führt zu einer Kontrolle der Nahrungsaufnahme. Dabei reduziert die Kombination der Wirkstoffe Naltrexon und Bupropion das Hungergefühl und steigert den Energieverbrauch. Die besten Voraussetzungen für einen raschen Gewichtsverlust, der für schwer übergewichtigen Patienten ratsam ist. Denn so können folgenschwere Erkrankungen, wie die des Herzkreislaufsystems und einer Diabetes-Typ-2, vorgebeugt und minimiert werden.

Behandlung mit Diätpräparat nur in Einzelfällen ratsam

Aufgrund seiner massiven Einflussnahme auf das Gehirn, besteht zugleich die Gefahr hoher Nebenwirkungen. So kann sich das verschreibungspflichtige Präparat Mysimba® vor allem negativ auf das Nervensystem und den Magen-Darm-Trakt auswirken. Daher sollte das Diätpräparat nur bei stark adipösen Patienten, ab einem Body Mass Index (BMI) von mindestens 30 kg/m2 sowie Risikopatienten mit einem Typ-2-Diabetes, starken Bluthochdruck oder Cholesterin und einem BMI zwischen 27 und 30, angewendet werden. Zudem ist eine strenge ärztliche Kontrolle über den Zeitraum der Behandlung mit Mysimba® dringend erforderlich. Wenn nach 16 Wochen kein spürbarer Erfolg von mindestens fünf Prozent Verlust des ursprünglichen Körpergewichts bis zu diesem Zeitpunkt nachweisbar ist, ist ein Stopp der Behandlung zu empfehlen.

Dauerhaft gesund abnehmen

Festzuhalten bleibt dabei, dass eine Behandlung mit Mysimba® nur für eine überschaubare Zeit und unter strenger ärztlicher Kontrolle erfolgen darf. Zudem muss gewährleistet sein, dass der Patient gleichzeitig seine Ernährungs- und Lebensgewohnheiten hin zu einem gesunden Lebensstil umstellt. Dazu gehören neben einem Speiseplan mit vielen Ballast- und Vitalstoffen sowie viel frischen Obst und Gemüse auch regelmäßige und ausreichende Bewegung. So wird langfristig die Basis geschaffen für ein sich regenerierendes Herzkreislaufsystem, eine deutliche Verbesserung des Zustands der Organe bis hin zu einem positiven Gesundheitsbild, welches dauerhaft zu einer verbesserten Lebensqualität führt.  

 

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