Erhöhter Cholesterinspiegel – eine tickende Zeitbombe

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Cholesterin ist lebenswichtig. Doch in großen Mengen kann die fettähnliche Substanz zu einer tickenden Zeitbombe werden – vor allem, wenn sie im Körper als LDL-Cholesterin gebunden ist, d.h. als Lipoprotein mit einem großen Lipid- bzw. Fettanteil.

 

„Das Problem ist, dass man einen zu hohen Cholesterinwert anfangs nicht bemerkt. Aber zu viel Cholesterin im Blut lagert sich über die Zeit in den Blutgefäßen ab. Arteriosklerose, eine Verengung der Gefäße, mit einem deutlich erhöhten Risiko für einen Schlaganfall und einen Herzinfarkt sowie für die Entwicklung einer Alzheimer-Demenz sind die Folge“, warnt Dr. Reinhold Lunow, Internist und ärztlicher Leiter der Praxisklinik Bornheim nahe Köln und Bonn.

 

Daher ist es unbedingt ratsam, regelmäßig den eigenen Cholesterinspiegel und andere Substanzen des Fettstoffwechsels, die Triglyzeride, beim Spezialisten bestimmen zu lassen. Denn auch erhöhte Triglyzerid-Werte belasten das Herz-Kreislauf-System stark. Durch ein frühzeitiges Erkennen dieser Risikofaktoren kann man mit einer Umstellung des Lebensstils und bei Bedarf auch mit medikamentösen Maßnahmen viel erreichen.

 
Übergewicht vermeiden

Wie bei so vielen Erkrankungen spielt Übergewicht auch im Zusammenhang mit erhöhten Cholesterinspiegeln eine große Rolle. Übergewichtige Menschen ernähren sich oft fettreich, mit viel Gebratenem und viel Wurstaufschnitt, was sich wiederum ungünstig auf den Cholesterinspiegel auswirkt und speziell den LDL-Anteil erhöht. „Ratsam ist eine ausgewogene Ernährung. Es dürfen bzw. sollten hierbei natürlich auch Fette aufgenommen werden, aber es müssen die richtigen sein. Vor allem ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Meeresfisch und pflanzlichen Ölen enthalten sind, gehören auf einen gesunden Speiseplan“, empfiehlt Dr. Lunow.

 

Äpfel schützen vor zu hohem Cholesterin

Aktuelle Studie zeigt: Äpfel sind „LDL-Blocker“

Außerdem sollten Gemüse und Obst zu den Hauptnahrungsmitteln gehören. Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, dass vor allem Äpfel starke Cholesterinblocker sind. In der Untersuchung von Wissenschaftlern der Florida State University bekamen 160 Frauen im Alter von 45 bis 65 Jahren jeden Tag 75 g Trockenfrüchte – entweder Äpfel oder Pflaumen. Nach jeweils 3 Monaten wurde das Blut der Teilnehmerinnen untersucht. Ergebnis: Bei den Apfelesserinnen war im Gegensatz zu den Pflaumenesserinnen schon nach einem halben Jahr der Wert des LDL-Cholesterins um 23% gesunken. Außerdem nahmen die Frauen der Apfel-Gruppe im Schnitt 1,5 kg ab. Ursache könnten die Pektine im Apfel sein, die dem Körper mehr Sättigung verschaffen würden als viele andere Stoffe. Ein Apfel wiegt normalerweise 150 bis 200 g, die Frauen aßen nur 75 g am Tag, allerdings als Trockenfrucht. Um einen ähnlich cholesterinsenkenden Effekt zu erreichen, müsste man daher mindestens zwei Äpfel täglich essen.

 

Cholesterin-Check ist für alle wichtig

Doch zu hohe Cholesterinspiegel sind nicht nur eine Folge falscher Ernährung, sie können auch durch eine erbliche Vorbelastung erhöht sein. „Gerade schlanke Menschen, die sich ausgewogen ernähren, denken meist nicht an ein derartiges Risiko. Es ist aber Fakt, dass eine Überprüfung der Cholesterinwerte für alle Gewichtsklassen sinnvoll ist. Denn aus ärztlicher Sicht ist es wichtig, mögliche Risiken frühzeitig im Rahmen eines jährlichen Gefäß-Checks oder eines kompletten Gesundheitschecks zu erkennen. Nur dann kann man entsprechend reagieren. In der Praxisklinik Bornheim bieten wir unseren Patienten verschiedene, individuell abgestimmte Check-ups, schließen auf Wunsch eine Ernährungsberatung an und stellen natürlich Patienten mit stark erhöhtem Cholesterin medikamentös ein“, resümiert Dr. Lunow.

Bildquellen:
© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com, http://www.internisten-im-netz.de

 

 

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