Herzinfarkt: Anzeichen und Risiken frühzeitig erkennen

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Bei stechenden oder beklemmenden Schmerzen in der Brustgegend, die oft in den linken Arm und den Unterkiefer ausstrahlen, ist rasches Handeln gefragt. Der Verdacht auf einen Herzinfarkt liegt nahe, der Notarzt muss umgehend gerufen werden.

„Dies sind die typischen Herzinfarkt-Symptome bei Männern. Bei Frauen äußert sich der Herzinfarkt jedoch manchmal anders. Schmerzen im Oberbauch sowie plötzliche Übelkeit und Erbrechen lassen zuerst an eine Verdauungsstörung denken. Kommen aber Symptome wie Schwindel, Schweißausbrüche, Kurzatmigkeit und Angstgefühle hinzu, hat die Betroffene vermutlich einen Herzanfall erlitten. Auf alle Fälle sollte sofort der Rettungswagen verständigt werden. Denn gerade Frauen werden oftmals zu spät oder gar nicht behandelt. Dabei verschlechtert der Zeitverlust bis zum Beginn einer wirksamen Therapie in der Klinik wiederum die Prognose“, erklärt Dr. Reinhold Lunow, Internist und ärztlicher Leiter der Praxisklinik Bornheim nahe Köln und Bonn.

Während früher Männer häufiger Opfer eines Herzinfarkts wurden, sterben heutzutage fast genauso viele Frauen daran. Gerade bei Frauen nach der Menopause sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere der Herzinfarkt, mittlerweile die Haupttodesursache in Deutschland.

 
Regelmäßiger Gefäß-Check ist wichtig

Die Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind zahlreich und vielschichtig. Um mögliche Gefahren frühzeitig erkennen zu können, ist ein jährlicher Herz- und Gefäß-Gesundheitscheck beim Spezialisten ratsam. Er kann die Blutfettwerte des Patienten kontrollieren und mit modernen bildgebenden Verfahren (u. a. der Farbdoppler-Sonografie) feststellen, ob die Durchlässigkeit der Herzkranzgefäße beeinträchtigt ist. Ursache für sogenannte arteriosklerotische Gefäßveränderungen, bei denen die Elastizität und damit die Durchlässigkeit der Arterien verringert sind, kann eine einseitige, zu fett- und zu cholesterinreiche Ernährung sein. Meist sind diese potenziellen Risikopatienten übergewichtig, viele leiden zudem an gefäßschädigendem Bluthochdruck und/oder Diabetes.

Aber auch schlanke Menschen können aufgrund eines erblich bedingten zu hohen Cholesterinspiegels ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall tragen. „Wichtig ist es, diese potenziellen Risiken rechtzeitig zu erkennen. Dann kann der Patient, z. B. durch eine Umstellung der Ernährung und eine aktivere Lebensweise oder, bei entsprechender Notwendigkeit, durch eine medikamentöse Einstellung, einem möglichen Herzinfarkt aktiv vorbeugen“, betont Dr. Lunow.

 
Entspannungsuebungen wie Yoga schuetzen vor Herzinfarkt

Beste Vorsorge: „herzgesund“ leben

Wie gesunder Lebensstil kann das Risiko für einen Herzinfarkt entscheidend senken. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, das Vermeiden von Übergewicht und Nichtrauchen sind wichtige Faktoren.

„Allerdings sollte gerade Sport in Maßen betrieben werden, vor einer Überbelastung des Körpers ist zu warnen. Vor allem Sport-Anfänger oder -Wiedereinsteiger sollten sich am besten vor dem ersten Training einem Fitness-Check beim Spezialisten unterziehen und testen lassen, inwieweit ihr Körper belastbar ist. Abhängig vom Untersuchungsergebnis kann der Arzt dann beraten, welche Sportart und welche Trainingsfrequenz für den Patienten besonders geeignet sind“, rät der Internist.

Ein weiterer Aspekt in der Vorsorge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist das Vermeiden von Dauerstress. Ein gutes Stressmanagement und bewusste Entspannung wirken sich günstig auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems aus. „Gehen Sie daher achtsam mit sich um! Hierfür bietet die Praxisklinik Bornheim beispielsweise Yoga-Einzelkurse an, in denen Sie – in einem auf Ihre Bedürfnisse individuell abgestimmten Übungsprogramm – erfahren, was Ihrer Psyche und Ihrem Körper gut tut“, empfiehlt Dr. Lunow.

Bildquelle: Monks-Ärzte im Netz

 

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