Grippe-Infektion (Influenza) kann schwer verlaufen

Die Symptome bei einer Infektion mit dem Influenza-Virus dauern meist ein bis zwei Wochen an. Dies gilt auch für die sogenannte Schweinegrippe. Während eine Grippe für einen gesunden Organismus mit einem intakten Immunsystem normalerweise kein lebensbedrohendes Problem darstellt, können dagegen bei älteren Menschen, Schwangeren, Kleinkindern sowie Menschen mit Vorerkrankungen wie etwa Asthma, COPD, Diabetes mellitus sowie Schädigungen des Herzens oder bei immungeschwächten Patienten schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Im schlimmsten Fall können diese sogar zum Tod führen, warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI). Das Gefährliche sind dabei oftmals nicht die Viren selbst, sondern eine mögliche zusätzliche bakterielle Infektion, die sich auf eine Grippeerkrankung als Folgeerkrankung aufpfropfen können. Da die Atemwege durch die Influenza-Viren dann bereits geschwächt sind, können Bakterien leichter in die Lunge eindringen, sich explosionsartig vermehren und dann weitere Krankheiten insbesondere eine Lungenentzündung( Pneumonie) zur Folge haben.

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Jährliche Impfung bietet Schutz

Ein  sehr wirksamer Schutz vor der Influenza ist die jährliche Grippe-Impfung. Die Impfung   bietet - auch aufgrund der ständig sich ändernden Grippe-Viren - nur für eine Grippe-Saison Schutz und muss deshalb jedes Jahr wiederholt werden. Gesunde Erwachsene bauen nach einmaliger Injektion im Durchschnitt einen über  85%igen Grippeschutz auf, vorausgesetzt allerdings, dass die in der betreffenden Saison tatsächlich vorkommenden Viren mit denen im Impfstoff übereinstimmen, was in der Vergangenheit aber meist der Fall war.

Bei den Patienten, die trotz einer Grippe-Schutzimpfung an der Grippe erkranken, ist der Krankheitsverlauf in der Regel wesentlich leichter als bei nicht geimpften Patienten. Für Menschen mit Vorerkrankungen, die ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben, ist die Grippe-Impfung aus diesem Grunde besonders wichtig.

In jeder Grippesaison erkranken etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung an der Influenza. Aufgrund ihres erhöhten gesundheitlichen Risikos empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die Grippe-Impfung für Personen ab einem Alter von 60 Jahren, chronisch Kranken, Schwangeren, medizinischem Personal, Pflegekräften in Alten- und Pflegeheimen sowie Menschen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit viele Kontakt mit anderen Menschen haben.

Im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre starben nach Angaben des Robert Koch-Instituts etwa 10.000 Menschen in jeder Grippesaison an den Folgen der Influenza. Allerdings kann die Zahl der Todesfälle erheblich schwanken. Während es in der Saison 2000/2001 nur ca. 100 Todesfälle gab, liegen die Schätzungen für die heftige Grippesaison im Winter 2004/2005 bei ca. 15.000.

Quelle: http://www.internisten-im-netz.de

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