Rückenschmerzen können viele Ursachen haben

Gut ein Drittel aller Deutschen klagt über Rückenschmerzen. Beschwerden macht vor allem der Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS). Aber Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz: Oft ist er Symptom einer internistischen Erkrankung. Daher ist eine frühzeitige und genaue Ursachenforschung angesagt, wenn sich Schmerzen im Rücken einstellen.

Rührt die Ursache der Schmerzen von der Wirbelsäule selbst, so handelt es sich häufig um einfache Muskelverspannungen, Bandscheibenvorfälle oder auch Wirbelbrüche. „Was oft als Hexenschuss abgetan wird, entpuppt sich zuweilen – vor allem bei Frauen im fortgeschrittenen Alter – als Warnsignal für eine beginnende Osteoporose“, berichtet Dr. Reinhold Lunow, Internist und ärztlicher Leiter der Praxisklinik für Diagnostik und Präventivmedizin Bornheim nahe Köln und Bonn. „Dieser Knochenschwund verläuft oftmals lange unerkannt. Chronisch wiederkehrende heftige Rückenschmerzen sind bei Menschen mit erhöhtem Risiko oft die ersten Symptome. Wird Osteoporose frühzeitig erkannt, kann eine wirksame Behandlung eingeleitet werden, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindert.“

Rueckenschmerz Brustwirbelsaeule Lendenwirbelsaeule Gesundheitscheck Vorsorgeuntersuchung Diagnoseklinik Rückenschmerzen können auch von Entzündungen herrühren. Halten die Beschwerden länger als drei Monate an und verschlimmern sich vor allem in der Nacht und morgens sowie in Ruhestellung, kann dies ein Hinweis auf einen Morbus Bechterew sein: chronische Entzündungsprozesse in der Wirbelsäule, die meist am unteren Ende der Wirbelsäule beginnen und unbehandelt zu einer allmählichen Versteifung führen können.

 „Männer zwischen dem 20. und 45. Lebensjahr sind doppelt so häufig betroffen wie Frauen. Auch hier gilt: Nur eine möglichst früh einsetzende Bewegungs- und Arzneimitteltherapie kann das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten und somit die weitere Zersetzung der Gelenke und die Verkrümmung der Wirbelsäule verhindern“, erläutert Dr. Lunow.

Internistische Ursachen für Rückenschmerzen

Darüber hinaus muss bei Rückenschmerzen grundsätzlich auch an eine internistische Erkrankung gedacht werden:

Ein akut auftretender starker Schmerz kann auf einen Herzinfarkt, Lungenembolie oder eine Gastritis hinweisen.

Schmerzen im LWS-Bereich sind unter Umständen Zeichen für eine Nierenbeckenentzündung, Nieren- oder Harnleitersteine oder eine gynäkologische Erkrankung.

Unklare, in den Rücken ausstrahlende Schmerzen können von einer Bauchspeicheldrüsenentzündung, Gürtelrose, Borreliose oder Gallenkolik herrühren.

Auch psychische Belastungen können einem Rückenschmerz zugrunde liegen. Dann ist die Empfindlichkeit der Nerven, die die Muskulatur kontrollieren, erhöht. Die Muskulatur wird dauerhaft angespannt, es kommt zu Verspannungen der Rückenmuskulatur, die die Wirbelsäule stützt. Je nachdem, welche Region betroffen ist, führt das zu Nacken-, Schulter- oder Rückenschmerzen.

Praxisklinik Bornheim: Innere Medizin und Naturheilkunde helfen

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Die Vielzahl möglicher Ursachen macht deutlich, dass Betroffene nicht zögern sollten, sich ärztlich untersuchen zu lassen. Erst nach einem genauen Check-up kann die geeignete Behandlung festgelegt werden.

„In unserer Praxisklinik verbinden wir internistische Verfahren mit Naturheilkunde“, erklärt Dr. Lunow. „Gerade bei Rückenschmerzen haben sich Akupunktur, Traditionelle Chinesische Medizin, Entspannungsübungen oder auch Tipps für eine gesündere Ernährung bewährt.“

Rückenschmerzen: Sport erst nach ärztlicher Beratung

Ebenso sollte erst nach Beratung durch den Arzt mit Bewegungsübungen und Sport dem Rückenschmerz begegnet werden. „Bewegungen, die den ganzen Körper einbeziehen, fördern die Durchblutung und lockern schmerzhafte Muskelverspannungen. Besonders geeignet sind hier Schwimmen, Spazierengehen, Wandern oder Walken, Radfahren und Langlaufen“, sagt Dr. Lunow. Ein positiver Nebeneffekt: Die körperliche Belastbarkeit insgesamt nimmt zu.

„Viele Beschwerden, gerade auch Rücken- und Gelenkschmerzen, bessern sich, wenn man in Bewegung bleibt“, so Dr. Lunow. „Am besten ist es, auf Dauer aktiv zu bleiben und körperliche Bewegung zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen.“

(Bilder: Fotowerk; Sebastian Kaulitzki/fotolia.com)

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