Traditionelle Chinesische Medizin

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Begriff Definition
Traditionelle Chinesische Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) gehört zu den ältesten erfolgreich angewandten Heilmethoden der Welt.

Im Mittelpunkt des chinesischen Denkens über die Natur steht die Vorstellung von einer universellen Lebenskraft bzw. Lebensenergie, Qi genannt.

Die Qi ist die allem Lebendigen innewohnende Lebenskraft der Natur. Qi kann aus seinen Wirkungen und Funktionen im menschlichen Körper erfasst werden.

Diese Lebensenergie speist sich aus

  • Qi aus der Atemluft
  • Qi aus der Nahrung
  • Qi als von den Eltern ererbte Lebenskraft.


Nach chinesischer Vorstellung durchströmt diese Lebensenergie den Körper in bestimmten Kanälen, den sog. "Meridianen". Zusätzlich fließt die Lebensenergie auch in einem inneren Organkreislauf.

Neben der Vorstellung der Lebensenergie Qi existiert im chinesischen Denken das polare Spannungsfeld der Kräfte zwischen Ying und Yang. In allen Naturprozessen ergänzen sich Ying und Yang unaufhörlich und führen zur Harmonie der Ganzheit.

Vor allem in der Medizin spielt dieses System von polar wirkenden Kräften für die Beschreibung von Lebensvorgängen eine große Rolle.

Nach antiker Vorstellung beruhen die meisten Erkrankungen auf Störungen im Bereich der Lebensenergie Qi. Es liegt entweder eine Fülle, d. h. ein "Zuviel", oder eine Leere bzw. eine Schwäche der Lebensenergie, ein "Zuwenig", in den Organen und Meridianen vor. Außerdem können Blockaden des Qi in den Meridianen zu Krankheiten, z. B. zu schmerzhaften Syndromen führen.

 

Folgende Faktoren, sog. "Agenzien", führen nach chinesischer Vorstellung zur Entstehung von Krankheiten:

  • Klimatische Faktoren (z. B. Wind und Kälte)
  • Falsche Ernährung
  • Ansammlung von Schleim (z. B. Wasseransammlungen im Gewebe, aber auch in Form von Heuschnupfen oder Asthma bronchiale)
  • Verletzungen
  • Körperliche Erschöpfung (z. B. Schwangerschaften, Geburten, schwere Erkrankungen)
  • Emotionale Faktoren (z. B. Wut und Trauer)


Krankheiten entstehen durch ein Auftreten und Zusammenwirken sog. äußerer, z. B. klimatischer Faktoren und innerer, emotionaler Faktoren. Die Diagnostik in der chinesischen Medizin erfolgt durch das Betrachten und Sehen des Patienten bzw. Hören und Riechen, das Erfragen sowie das Untersuchen und Tasten.

Aus dem Zusammenwirken dieser Untersuchungsmethoden kommt es zur chinesischen Diagnose. Nach Diagnosestellung kann durch Anwendung folgender Maßnahmen die Therapie eingeleitet werden:

  • Diätetik (Erläuterung diätetischer Maßnahmen zur Gesunderhaltung und zur Unterstützung anderer therapeutischer Verfahren)
  • Akupunkturtherapie (z. B. bei Schmerzsyndromen jeglicher Art zur Verbesserung des Qi-Flusses in den Meridianen)
  • Evtl. chinesische Phytotherapie
  • Anleitung zu speziellen Qi-Gong-Übungen (spezielle Form der chinesischen Bewegungstherapie)
  • Maßnahmen zur Therapie emotionaler Störungen


Bei folgenden Erkrankungen wenden wir in unserer Praxis einzelne oder mehrere Elemente der Traditionellen Chinesischen Medizin an:

  • Chronische Schmerzzustände am gesamten Bewegungsapparat (Wirbelsäule, Schultergelenke, Ellenbogengelenke, Hüft- und Kniegelenke)
  • Migräne und chronische Spannungskopfschmerzen
  • Erschöpfungszustände
  • Allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen und Asthma bronchiale
  • Schlafstörungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Beschwerden in den Wechseljahren


Nach Diagnosestellung kommen einzelne oder mehrere therapeutische Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin zur Anwendung. So können individuelle diätetische Empfehlungen gegeben werden und außerdem individuelle Empfehlungen zur Behandlung krankhafter Gemütszustände.

Zur Behandlung chronischer Schmerzzustände kann eine Akupunkturbehandlung durchgeführt werden, in den meisten Fällen sind dafür ca. 10 - 15 Sitzungen erforderlich.

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